Fantastische Giganten an der Luisenhütte

Riesige, maschinenartige Kreaturen werden am 26. Juni an der Luisenhütte zu sehen sein.

WOCKLUM ▪ Gigantische Mensch-Maschinen, filigrane Traumflieger und Windriders werden am Samstag, 26. Juni, das Gelände rund um die Luisenhütte in Wocklum in eine große Theaterkulisse verwandeln. Zum Kulturfestival „Luise heizt ein“, das im Rahmen der regionalen Kulturpolitik Südwestfalen vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird, lädt der Märkischen Kreis als Veranstalter alle ein.

Große Bühnen und Plätze in ganz Europa sind ihr Revier. Wo sie auftreten werden die Augen groß vor Erstaunen. Das Helmnot-Theater aus dem sächsischen Lichtenstein bezaubert sein Publikum mit bis zu sechs Meter hohen Figuren, die geradewegs aus der phantastischen Welt der Mystik entsprungen scheinen.

Ab 14 Uhr bietet das Programm Aktion und Unterhaltung für Jung und Alt. Museumspädagogen der Museen des Märkischen Kreises widmen sich dann dem nassen Element. Beim Wasser-Orchester des Düsseldorfer Mobilen Musik-Museums dürfen alle mitmachen. Das Wasser-Orchester besteht aus mehr als 50 Instrumenten in 25 Wannen und mechanischen Apparaten, die Klänge des Wassers erzeugen oder Wasser zur Tonerzeugung benötigen. Ab 14 Uhr werden mindestens stündlich fachkundige Führungen durch die Luisenhütte angeboten.

Ab 16 Uhr bis Mitternacht erobert dann das Helmnot-Theater die idyllische Szenerie der Luisenhütte. Symbolisch für die an dieser historischen Arbeitsstätte präsenten Elemente Feuer, Wasser, Eisen, Luft erscheinen gigantische Kreaturen. Die Traumflieger auf ihren meterhohen Stelzen und ihren liebevoll gestalteten Flugapparaten stehen hierbei für den Wunsch des Menschen, die Luft zu erobern. Die Windriders mit ihren langen, vertikal aufsteigenden Tüchern kreieren auf riesigen Windmaschinen fantastische Himmelsbilder, die bei Dunkelheit noch mit Feuerfontänen kraftvoll in Szene gesetzt werden.

Begleitet von einer poetischen Melodie des Wassers zieht eine Schönheit alle Blicke auf sich. Die blau schimmernde, knapp sechs Meter hohe Riesenfigur wiegt sich sanft und majestätisch, enthoben von allem Irdischen, durch das staunende Publikum. Übertroffen wird ihre kristallene Schönheit nur durch die Sonne selbst, die blendend und golden strahlend als Symbol der Lebensquelle und Sinnbild für Wärme und Licht steht. Bei Dunkelheit wird die Riesenfigur durch Scheinwerfer zum selbst leuchtenden, allgegenwärtigen Fixstern.

Wie aus dem feuer- und flammensprühenden Eisenofen entsprungen, tauchen inmitten des Publikums die Giganten des Helmnot-Theaters auf. Die Apparaturen mit ihren meterlangen Greifarmen, riesigen Vogelköpfen und feurigen Augen sind kolossal und filigran zugleich. Die Inszenierung „Living Frames“ bietet hierzu einen spannenden Kontrast, eine wunderbare Hommage an die Poesie des menschlichen Körpers im Farbenrausch der Elemente. In silberfarbenen, ornamentverzierten Bilderrahmen von drei Meter Höhe und 2,50 Meter Breite erwacht ein lebendiges Gemälde.

Der Eintritt zum mittlerweile fünften Festival „Luise heizt ein“ inklusive des Museums Luisenhütte und des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve ist frei. ▪ pmk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare