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Familienforschung: „Das Interesse an diesem Thema ist groß“

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Von: Julius Kolossa

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Über Forschungen zur Familiengeschichte tauschten sich die Teilnehmer des Arbeitskreistreffens aus.
Über Forschungen zur Familiengeschichte tauschten sich die Teilnehmer des Arbeitskreistreffens aus. © Kolossa, Julius

Der Familienname ist nicht nur etwas sehr persönliches, sondern für einige Menschen auch der Ausgangspunkt für Forschungen über die Familiengeschichte. Dieser besonderen Aufgabe nimmt sich seit Februar 2019 der „Arbeitskreis Familienforschung für Balve und Umgebung“ an.

Mitbegründer Burkhard Wendel sagt: „Das Interesse an diesem Thema ist groß – doch wenn jeder für sich alleine forscht, dann forscht man auch aneinander vorbei. Unser Arbeitskreis bietet vier Mal im Jahr die Möglichkeit, sich in lockerer Runde zu treffen und sich auszutauschen.“

Das für 2022 letzte Treffen fand am Mittwoch im Lohgerberhaus statt. Elf Interessierte nahmen teil, und waren sofort mittendrin im Austausch. „Man sollte im eigenen Familienkreis anfangen zu forschen“, rät Burkhard Wendel. „Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten und weitere Angehörige können wertvolle Informationen geben.“ Auf diese Weise habe auch er vor 50 Jahren angefangen.

Buch über die Familiengeschichte herausgegeben

Herausgekommen ist dabei jetzt sein erstes Buch über einen Zweig seiner Familie. „Das Interesse an diesem Buch hat meine Erwartungen übertroffen“, erzählt er. „Von zehn bestellten Exemplaren nur im Familienkreis bin ich ausgegangen, doch jetzt sind es bereits 40. Und weitere Interessenten sind dazugekommen, sodass ich eine Warteliste für weitere Bücher, die ich beim Verlag anfordern muss, habe.“ Aktuell arbeitet Wendel bereist an einem weiteren Buch über die Geschichte seiner Familie.

Diese Forschungen nehmen meist viel Zeit in Anspruch, stellen die Familienforscher aber auch zufrieden, wenn wieder Ergebnisse zusammengetragen werden können. So kann Wilfried Hoffmann aus Garbeck seine Familie mittlerweile bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen. Wolfgang Kißmer aus Menden ist da noch ein ganzes Stück weiter: „Die erste Nennung meiner Familie war 1440.“

Treffen „ideal für weitere Anregungen“

Christel Wiehagen aus Oberrödinghausen berichtet: „Ein Strang meiner Familie wurde 1687 erstmals erwähnt.“ Sie ist nach wie vor auf der Suche nach weiteren Informationen über ihre Vorfahren und schätzt diesen Arbeitskreis als Austauschplattform. „Irgendwann geben Kirchenbücher nichts mehr her“, weiß sie. Deshalb sei dieses Treffen der Familienforscher ideal für weitere Anregungen.

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