Delfintherapie ist gesichert

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Der Projektchor überreichte einen Scheck.

Eisborn –„Die Delfintherapie im türkischen Belek kann durchgeführt werden“, erklärte Pia Spiekermann vom Organisations-Team des Benefiztages zugunsten der schwerkranken Franziska Michael nach der Veranstaltung am Samstag.

Die Mutter der Neunjährigen war überwältigt: „Ich bin sprachlos“, sagte Julia Michael. Sie hatte die Atmosphäre auf dem Sportplatz auf der Mailinde auf sich wirken lassen. 

Es war ein Familienfest mit etwa 700 Teilnehmern, die es sich gut gehen ließen, und entsprechend auch am Getränkestand, Essensständen und in der Cafeteria für Umsatz sorgten. „Wir hatten gehofft, dass die Summe zusammenkommt. Aber mit so vielen Spendern hatten wir nicht gerechnet.“ Denn auch während des Turniers füllte sich der Spendenball immer wieder mit Scheinen – weitere 150 Euro spendeten die 1. und 2. Mannschaft des SuS Eisborn, die Marian Mertens und Marius Neuhaus stellvertretend für ihre Teams an Pia Spiekermann überreichten.

 Außerdem gingen 720 Euro vom Projektchor ein. Die 53 Kinder, Frauen und Männer, die sich von Neuenrade über Fröndenberg bis nach Dülmen für einen Auftritt im Frühjahr zusammen geschlossen hatten, ließen das Herz von Franzi mit deren Lieblingslied „Atemlos“ höher schlagen. Außerdem trafen sie mit „Weit wie das Meer“ und „Zusammen“ den Nerv des Publikums. „Wunder geschehen“, gesungen vom Frauenchor Querbeet, brachte als weiterer Programmpunkt die gesamte Veranstaltung genau auf den Punkt. Denn Franziskas Familie setzt große Hoffnung in das Schwimmen mit den Meeressäugern. „Vor einem Jahr haben Franzi bereits zehn Minuten mit Delfinen in Gran Canaria richtig gut getan – und da hat sie diese tollen Tiere nur vom Beckenrand aus gesehen“, berichtete Pia Spiekermann, die mit Julia und ihrem Mann Mario Michael befreundet ist.

In wenigen Wochen wird die Neunjährige mit Delfinen auf Tuchfühlung gehen können. „Besser hätte dieses Turnier nicht laufen können“, resümierte Pia Spiekermann. Bei sommerlichen Temperaturen hielten es die Besucher lange aus, und sprachen den Getränken und dem Essen reichlich zu. Auch alle 1400 Lose waren bereits nach einer Stunde verkauft worden. Und bei der Versteigerung von Trikots, Fußball und Eishockeystock kamen 590 Euro zusammen. „Ich hatte mit der Hälfte gerechnet“, war Pia Spiekermann begeistert von diesem Ergebnis. 

Der Tag wurde auch vom Fußball bestimmt, stellten doch die Minikicker der Spielgemeinschaft Holzen, Beckum und Eisborn ihr Können gegen ein Team aus Langscheid, Enkhausen und Hachen unter Beweis. Sie überließen den Gästen mit 1:5 das Feld. Sieben Damenteams spielten danach den Meister in 23 Spielen aus. Schiedsrichter waren Pfarrer Andreas Schulte sowie Günter Rommel und Marius Neuhaus. Jeder konnte auf faire Begegnungen verweisen; zwei der Spielerinnen verletzten sich allerdings während des Spielverlaufs so schwer, dass sie ins Krankenhaus mussten. Sieger war am Ende das Team „Franzi 1“ mit 14 Punkten und einem Torverhältnis von 22:5. Zweiter wurden die Tussis (13 Punkte, 16:3 Tore), den dritten Platz belegten die Lederhosen-Ballerinas (12 Punkte, 11:2 Tore). Danach folgten der SV Oesbern 2, das Team Franzi 3, das Team Franzi 2 und die Christ-König-Kicker. 

Die Mendener Band „Schmerzfrei“ unterhielt das Publikum nach der Siegerehrung. Tief bewegt waren alle von einem Brief Franzis, den ihre Mutter Julia verfasst hatte, und den Pia Spiekermann vorlas. „Als Mama und Papa mir vom dem Tag heute erzählt haben, konnte ich mir gar nicht so richtig vorstellen, was heute passiert“, heißt es darin unter anderem. Und: „Meine Krankengymnastin hat damals immer zu meiner Mama gesagt: Die besonderen Kinder suchen sich ihre Eltern aus.“ Franzi habe sich die richtigen Eltern ausgesucht, sie sei aber ebenso froh, dass ihre Eltern so tolle Familien haben, und außerdem in einem „ganz besonderen Dorf“ wohnen: „Dass ihr mir diese Möglichkeit gebt, mit meiner Familie zu den Delfinen zu reisen, wird für uns ein ganz besonderes Erlebnis.“ 

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