Familiäre Turbulenzen in einer Wohnung mit zwei Schränken

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Einen turbulenten Abend mit Lustmolchen und Frusttränchen, Liebesschwüren und Mordversuchen verspricht das Festspiele-Ensemble, das die Verwechslungskomödie „Alles verkehrt“ aufführt. ▪

BALVE ▪ Die Festspiele Balver Höhle machen mächtig viel Theater: Im Oktober bringt der Verein an fünf Abenden die turbulente Verwechslungskomödie „Alles verkehrt“ von Ralf Kaspari auf die Bühne des Felsendoms. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Festspiele-Vereins wird das Erwachsenenstück in diesem Jahr nicht in der Aula des Schulzentrums, sondern im linken Arm der Balver Höhle aufgeführt.

Unter Regie von Sonja Schmidt probt das neunköpfige Ensemble bereits seit Anfang Juni in der Balver Grundschule. Mit von der Partie ist der Iserlohner Stephan Haarmann, der in diesem Stück sein Schauspieldebüt gibt. Schon seit 20 Jahren wirkt er allerdings hinter den Kulissen und hat sich als Bühnenbau- und Technik-Chef der Festspiele längst einen Namen gemacht. Nun stellt er sich ins Rampenlicht und schlüpft in die Rolle des Erich Richter, der sich auf ehelichen Abwegen befindet. Ein bisschen Lampenfieber habe er schon, gesteht Stephan Haarmann, und auch wenn der Titel der Komödie „Alles verkehrt“ lautet, so macht er bei den Proben doch meistens alles richtig. Als seine pfiffige Ehefrau, die ihm auf die Schliche kommt, agiert Simone Becker, die wie die anderen Ensemblekollegen bereits Schauspielerfahrungen gesammelt hat. In Schwung kommt die Geschichte durch Jeanette Borthwick als Walburga von Linientreu, die zu Recht vermutet, dass ihr Mann Berthold (Frank Butterweck) eine Geliebte hat. Der Schlamassel beginnt, als sie mitsamt ihrem Dienstmädchen Stefanie (Laura von der Heyde) in eine der leer stehenden Wohnungen des Familienbetriebs einzieht und nicht ahnt, welch gewichtige Rolle die beiden Schränke spielen. Denn diese Wohnung mit den Schränken als Geheimtüren ist das zentrale Liebesnest ihres umtriebigen Göttergatten. Zudem wird die Wohnung unter anderem auch von Bertholds verwitwetem Vater Hermann von Linientreu (Christian Paul) genutzt, der sich hier heimlich und regelmäßig mit der jungen und hübschen Sonja (Chris Perschke) aus der Nachbarwohnung trifft. Als auch noch die Probleme von Walburgas Tochter Manuela (Nina Schwalke) und deren tollpatschigem Verlobten Thomas (Felix Butterweck) zum Thema werden und die Eheleute Richter immer mehr in die familiären Turbulenzen verstrickt werden, ist das Chaos komplett.

Zu sehen ist das Stück am 9. Oktober (19.30 Uhr), 10. Oktober (18 Uhr), 15. und 16. Oktober (19.30 Uhr) sowie am 17. Oktober (18 Uhr) in der Balver Höhle.

Karten sind in der Geschäftsstelle, Alte Gerichtsstraße 5, in Balve (Tel. 0 23 75/10 30) zum Preis von 9,50 Euro erhältlich. Da die Geschäftsstelle bis zum 24. September nur vormittags geöffnet ist, können Reservierungen auch auf den Anrufbeantworter gesprochen oder per E-Mail an info@festspiele-balver-hoehle.de geschickt werden.

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