Falsche Auskunft mit Folgen

BALVE/ALTENA ▪ Ein offensichtliches Missverständnis führte am Donnerstag vor dem Amtsgericht Altena zur Verfahrenseinstellung gegen einen 24-jährigen Balver. Der Mann musste sich wegen Fahrens ohne Führerschein und Versicherungsschutz und wegen Urkundenfälschung verantworten.

Laut Anklageschrift hatte sich der Mann am 14. Juli zwischen 22 und 23 Uhr mit einem nicht angemeldeten Fahrzeug und ohne Führerschein auf der Eichendorfer Straße in Neuenrade bewegt. Zudem soll er an einem nicht näher bestimmbaren Tag einen Passat mit falschen Nummernschildern versehen haben, um zu verschleiern, dass der Wagen nicht zugelassen war.

Vor Gericht erklärte der Beschuldigte, er habe tatsächlich keinen Führerschein. Am Tattag habe er das Fahrzeug in dem er saß, abschleppen lassen. „Ich habe hinten im Auto gesessen, an der Abschleppstange. Ich habe mich vorher erkundigt, und da hat man mir gesagt, das kann man auch ohne Führerschein. Sonst hätte ich den Wagen gar nicht abschleppen, sondern mit einem Anhänger holen lassen. Und die Nummernschilder am Passat, die waren schon vorher dran”, so der Balver.

Aufgrund dieser Erklärung ließ das Gericht Milde walten und stellte das Verfahren gegen den 24-Jährigen gegen eine Zahlung von 750 Euro ein. Zahlt er den Betrag an die Justizkasse, hat sich der Fall erledigt. Tut er dies nicht, wird es noch einmal ein Wiedersehen vor Gericht geben. ▪ jape

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