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Falschaussage: Balver kassiert Bewährungsstrafe

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Von: Jana Peuckert

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Ein Balver musste sich nach einer Trunkenheitsfahrt nun erneut vor Gericht verantworten.
Ein Balver musste sich nach einer Trunkenheitsfahrt nun erneut vor Gericht verantworten. © David-Wolfgang Ebener

Im September 2019 wird ein 53 Jahre alter Mann aus Balve auf der Iserlohner Straße in Menden ohne Fahrerlaubnis, dafür aber mit Alkohol im Blut erwischt.

Im März vergangenen Jahres wird er dafür zu 750 Euro Geldstrafe verurteilt. Nun hatte die ganze Aktion jedoch ein gerichtliches Nachspiel.

Denn weil er nicht allein im Auto unterwegs war, fand sich sein Begleiter später ebenfalls auf der Anklagebank des Amtsgerichts Menden wieder. „Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ und „Beihilfe zur Trunkenheitsfahrt“ lauteten die Vorwürfe gegen ihn.

Balver musste als Zeuge aussagen

In diesem Prozess sagte der Balver als Zeuge aus. Offenbar wollte er seinen Begleiter vor einer Strafe bewahren, denn der gab an, an diesem Tag nicht gefahren zu sein. Das Gericht glaubt der Aussage des Balver jedoch nicht und verurteilte dessen Begleiter. Durch seine Lüge hatte sich der 53-Jährige in derselben Angelegenheit aber einen zweiten Prozess eingehandelt.

In dieser Woche musste sich der Balver wegen Falschaussage und versuchter Strafvereitelung verantworten. Über seinen Anwalt ließ der Mann erklären, dass die Vorwürfe zutreffend seien. Es täte ihm leid. Bis zum März vergangenen Jahres war der Balver nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Das wertete das Gericht positiv. Und da der Mann bereits die Strafe über 750 Euro abbezahlt und zudem die Kosten seines Anwalts zu tragen hat, entscheidet das Gericht, dem Hartz-IV-Empfänger keine weitere Geldstrafe aufzubrummen. Stattdessen verurteilte der Richter den Balver zu vier Monaten Haft auf Bewährung. Eine Geldauflage gibt es nicht.

Angeklagter muss zwei Jahre straffrei bleiben

Der Angeklagte muss sich während der kommenden zwei Jahre straffrei führen und jeden Wohnsitzwechsel sofort dem Gericht melden. Tut er dies nicht, droht der Widerruf der Bewährung und er muss die vier Monate im Gefängnis absitzen. „Es ist ein rabenschwarzer Tag für Sie gewesen. Der eine Tag hat Ihnen viel kaputt gemacht“, fasste der Richter das Geschehen vom September 2019 zusammen.

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