15. Fall in zwei Jahren: Wildernder Hund reißt Reh

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Das Reh wurde mit einem gezielten Biss in die Kehle getötet, bevor ihm der Bauchraum aufgerissen wurde.

Balve - „Da haben sich Dramen abgespielt!“. Stephan Honert, Vorsitzender des Hegerings Balve, ist fassungslos über das, was sich am Dienstag im Wald am Hakenhorn abgespielt hat. Ein wildernder Hund riss ein Reh.

Dies ist laut Honert bereits der 15. Fall dieser Art in Garbeck binnen zwei Jahren. 

Spaziergänger hatten die tote Ricke mit zwei toten Föten gefunden. „Die Rehkitze wären Mitte Mai geboren worden“, erzählte er. Das Wildtier wurde durch einen Biss in die Kehle getötet, außerdem wurde ihm der Bauchraum aufgerissen. Als Folge davon lief der Hund mit blutiger Schnauze weiter. Honert ist sich deshalb sicher: „Der Besitzer weiß, was sein Hund tut.“ 

Der Hegeringleiter ist fassungslos: „Wieder der gleiche Fall, wieder im gleichen Bereich.“ Noch schlimmer sei, dass trächtige Rehe gewildert werden. „Dafür ist der Hundeführer verantwortlich“, kündigt Honert an, mit seinen Jagdgenossen in nächster Zeit verstärkt am Hakenhorn sitzen und auf den wildernden Hund achten zu wollen, denn derzeit geht der Hegeringleiter davon aus, dass es sich um nur ein Tier handelt. 

Besitzer erwartet eine Strafanzeige

Wird der Hund gesichtet und kann der Besitzer ermittelt werden, erwarte diesen eine Strafanzeige wegen Wilderei. Als letzten möglichen Schritt bei dieser Vorgehensweise schließt Honert einen Abschuss des Tieres mittlerweile nicht mehr aus: „Bisher sind noch keine wildernden Hunde erlegt worden. Das will auch keiner. Doch bleibt uns keine andere Möglichkeit, wenn ein Hund unmittelbar ein Wild hetzen sollte.“

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