Fairtrade in Balve: „Da ist noch Luft nach oben“

+
Fair gehandelte Produkte weiter ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken und die Region und die Ideen dazu besser vernetzen – darum ging es bei einem Treffen, zu dem Fairtrade-Balve eingeladen hatte.

Balve - Der Verkauf von fair gehandeltem Kaffee und fairen Bananen stieg von 2014 bis 2015 in Deutschland um 18 Prozent – dies trug Fairtrade-Sprecher Carsten Elkmann beim 1. Vernetzungstreffen vor. Zu diesem hatte Fairtrade-Balve alle Kommunen der Umgebung, die sich auf diesem Gebiet ebenfalls engagieren, am Dienstag eingeladen.

Dennoch holte Elkmann die Teilnehmer an diesem Abend schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und verwies auf den Hintergrund der Zahlen: „Davon liegt der Marktanteil bei Kaffee bei drei und bei den Bananen bei zehn Prozent. Jeder Deutsche gibt im Jahr durchschnittlich zwölf Euro für fair gehandelte Produkte aus – da ist noch viel Luft nach oben.“

Da gibt es noch einiges zu tun für die 471 Fairtrade-Towns, die 338 Fairtrade-Schulen und zehn Fairtrade-Universitäten in Deutschland. Balve gehört seit 2014 als Stadt dazu – auf Initiative der Dritte Welt-Gruppe, der Steuerungsgruppe und der Stadtverwaltung. 

Fairtrade ins Bewusstsein bringen

Und dabei können alle zufrieden sein mit dem, was sie erreicht haben: Im Rahmen ihrer Möglichkeiten macht Balve, etwa 12.000 Einwohner stark, viel, um fair gehandelte Produkte ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. 

Sowohl im Rathaus als auch in einigen Schulen gibt es bereits Waren, die mit dem Siegel der Fairtrade-Kampagne ausgezeichnet sind. Die Bäckereien, die Restaurants sowie größere Lebensmittelversorger machen ebenfalls mit. 

Vernetzung mit anderen Regionen

Um den gesamten Prozess rund um den fairen Handel mit mehr Ideen für weitere Projekte noch öffentlicher zu machen, vernetzt sich Balve mit anderen Regionen. Bei diesem ersten Treffen dazu wurden unter anderem faire Fußbälle in Turnierqualität und ein faires Frühstück beim Stadtfest als Grundlage weiterer Arbeitsgespräche festgehalten.

Von Annika Kabbert, Regionalmanagerin des Leaderprogramms, gab es aufmunternde Worte, Ideen zu entwickeln: „Denken Sie innovativ, denken Sie nachhaltig.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare