Explosion im Musikhaus fordert die Feuerwehr

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Die Atemschutzträger der Feuerwehr mussten auch mehrere verletzte Personen aus dem verrauchten Beckumer Musikhaus retten. Dafür mussten sie bis zu drei Mal in das Gebäude vordringen.

BECKUM ▪ Explosion im Beckumer Musikhaus, mehrere Personen werden vermisst – so lautete am Donnerstagabend das Übungs-szenario für den Löschzug 3 der Freiwilligen Feuerwehr. Etwa 40 Einsatzkräfte aus Beckum, Eisborn und Volkringhausen waren vor Ort.

Am Einsatzort des Geschehens fanden die Feuerwehrmänner und -frauen eine zunächst etwas unübersichtliche Situation vor. Das Gebäude war durch die Explosion der Heizungsanlage schwer in Mitleidenschaft gezogen und so war es für die Einsatzkräfte schwierig, die acht noch vermissten Kinder und Erwachsenen in den abgedunkelten und verrauchten Räumen zu finden und zu retten.

„Wir haben mit künstlichem Rauch eine realitätsnahe Situation geschaffen“, erklärte Einsatzleiter Bernd Eichhoff. In dieser Situation war die Gruppe mit den Atemschutzgeräten besonders gefragt. Hier lag auch einer der Schwerpunkte der Übung. Stadtbrandinspektor Frank Busche, der ebenfalls an der Übung teilnahm, war anschließend zufrieden: „Die Menschenrettung hat relativ gut geklappt. Allerdings mussten die Kameraden zwei oder drei Mal hineingehen, bis auch die letzten Vermissten gefunden waren.“ Einige Kinder hatten sich unter Tischen und an anderen Stellen versteckt. Auch das ist nach Busches Worten ein realistisches Szenario: „Kinder geraten in solchen Situationen in Panik und verkriechen sich dann irgendwo.“

Hier sehen Sie eine Fotostrecke von der Alarmübung:

Feuerwehr-Übung in Beckum

Neben der Menschenrettung durch die Atemschutzgruppe sollte auch das Funkkonzept auf Stadtebene geübt werden. Die Einsatzkräfte wurden dazu in drei Gruppen aufgeteilt, die sich um die Wasserversorgung, die Menschenrettung und die Versorgung der Verletzten kümmerten. Um das zu koordinieren, war in Beckum auch das neue Einsatzleitfahrzeug im Einsatz.

Nach der Übung war Stadtbrandinspektor Frank Busche zufrieden: „Der Ablauf hat gut geklappt. Da zahlt sich aus, dass die drei Gruppen des Löschzugs 3 zuletzt öfter gemeinsam geübt haben. Die Zusammenarbeit klappt jetzt immer besser. Ein Problem tauchte dennoch auch, und zwar schon, bevor die Feuerwehr-Gruppen zur Alarmübung ausrücken konnten: In Beckum funktionierte die Sirene nicht. ▪ vg/paul

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