Experten begutachten den Zustand des Waldes in Balve

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Vertreter der Forstbetriebsgemeinschaft Balve und Mitarbeiter des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland trafen sich in dieser Woche in Garbeck. 

Garbeck - Kyrill wütete 2007 über das Land, die Folgen sind heute noch sichtbar: Mit mehr als 250 000 Festmeter Schadholz und mehr als 750 Hektar zerstörter Waldfläche gehört der Forstbetriebsbezirk Balve zu den am stärksten betroffenen Revieren in Nordrhein-Westfalen.

Inzwischen wurde ein großer Teil dieser Fläche wieder aufgeforstet – neue Schäden kamen durch Sturm Friederike in diesem Frühjahr auf sowie nach dem heißen Sommer durch die Borkenkäferplage. 

Für einen Sachstandsbericht trafen sich am Dienstag auf dem Feldhausplatz in Garbeck die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Balve mit Mitarbeitern des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland. 

Exkursion mit 40 Teilnehmern

Richard Nikodem, Revierförster, wies die 40 Teilnehmer dieser Exkursion, darunter auch Andreas Wiebe, Leiter Landesbetriebs Wald und Holz NRW, Bernd Josef Schmitt, ausscheidender Forstamtsleiter für Balve, und Jörn Hevendahl, neuer Forstamtsleiter, auf den Ist-Zustand hin. „Wir haben hier eine neue Situation“, stellte Richard Nikodem dar. Besonders viele Fichten fielen den Stürmen zum Opfer. Diese Flächen gelte es, effizient wieder zu bepflanzen. Das bedeute: Baumarten wie Rotbuchen, Eichen und auch Winterlinde zu pflanzen, die für die hiesige Witterung und Lage geeignet seien. 

Auch wenn die Fichte inzwischen an Attraktivität verloren hat, so soll doch nicht ganz auf diesen „Brotbaum“ der Waldbauern verzichtet werden. „Wir brauchen auch in Zukunft noch Dachstühle“, sagte Richard Nikodem. 

Der Förster, seit fünf Jahren für Balve zuständig, zeigte bei Begehungen kleinerer, von ihm zu bearbeitender Flächen, wie hoch der Aufwand in einigen, sehr schmalen Revieren sei. Auch darauf müssten die Arbeitsverfahren angepasst werden. „Manche Waldbesitzer mögen es schön grün“, stellte Nikodem unterschiedliche Konzepte vor. „Sie wollen es so lassen, wie es ist. Andere dagegen wünschen sich unterschiedliche Waldbilder, mit denen auch Geld verdient werden kann.“ 

Zusätzliche Probleme durch den Borkenkäfer 

Mehr Arbeit gibt es durch die Borkenkäfer-Plage nach diesem heißen Sommer. Die Tiere machen viele Fichtenholz-Stämme unbrauchbar, wenn gegen sie nichts unternommen wird. „Das sind zusätzliche Probleme“, sagte Nikodem abschließend.

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