Stolz auf Ein-Euro-Jobber

Die Ein-Euro-Jobber haben sich um die Gestaltung der Lennepromenade gekümmert.

WERDOHL ▪ Wenn Erwin Günther von der Tätigkeit der Ein-Euro-Jobber berichtet und dabei oft das Wort „wir“ benutzt, bemerkt der Zuhörer schnell, dass sein Herz an der Betreuung dieser Menschen hängt. So war es auch am Dienstag im Rahmen des Sozialausschusses, als der Mitarbeiter der Stadt Werdohl den Kommunalpolitikern erläuterte, was die Gruppe seit dem Start des Projektes im Jahr 2005 geleistet hat.

Günther erinnerte vor allem an die Gestaltung und Pflege der Lennepromenade – insbesondere die Anlage des „Wellengartens“. Doch er verdeutlichte den Ausschussmitgliedern auch, dass „seine Truppe“ viele andere kleine und größere Arbeiten in der Stadt in Angriff nimmt: Baumfällungen, Entrümpelungen und Säuberungen von Gebäuden (Bahnhof, Schulen, Kindergärten) und vieles mehr. Zudem unterstützen die Ein-Euro-Jobber Personen in finanziellen Notlagen, die zum Beispiel umziehen müssen. „Das lassen wir uns auch nicht nehmen“, betonte Günther. Er wies darauf hin, wie wichtig für die Teilnehmer das Gefühl sei, einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen zu können. Zudem würden im Rahmen des Projektes auch Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt; beispielsweise Sicherheits- oder Motorsägenschulungen.

Sowohl Ausschussvorsitzender Andreas Späinghaus als auch Bürgermeister Siegfried Griebsch bedankten sich bei Günther. „Wir sind stolz auf unsere Promenade. Für mich ist das die idyllischste Ecke an der Lenne“, erklärte der Bürgermeister. Er hoffe, dass das Programm zumindest in diesem Jahr auf Sparflamme weiterlaufen könne. Wie bereits berichtet, will die Stadt ab 2015 im Zuge der Sparmaßnahmen zur Haushaltssanierung auf die Ein-Euro-Jobber verzichten. Hinzu kommt, dass die Zahl der Teilnehmer, die durch die Arbeitsagentur in das Programm vermittelt werden, abnimmt. „Ich denke, dass wir im Laufe dieses Jahres noch weiterarbeiten können“, meinte Sozialamtsleiter Bodo Schmidt. Wichtig sei, auch weiterhin Personen aus dem Asylbewerberbereich für die Mitarbeit zu begeistern. Schmidt: „Es hat keinen Sinn diese Menschen zu verpflichten, wir versuchen, sie zu motivieren.“ - Carla Witt

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