Burg Klusenstein an der Strecke

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Mehr als 100 Besucher kamen bereits am ersten Tag zur fünften Modellbahn-Ausstellung in Binolen.

Balve - Zwölf Züge fahren an jedem Nachmittag in Binolen. Und damit sich ICE, Dampflok und Schienenbus im Güterschuppen nicht in die Quere kommen, ist eine genaue Abstimmung erforderlich. Davon überzeugten sich schon am Dienstag, dem ersten Tag der inzwischen fünften Modellbahnausstellung der Eisenbahnfreunde Hönnetal, mehr als hundert Besucher.

Dass auch dieses Mal auf mehr als 30 Metern ein nostalgisches Stück Hönnetalbahn im Stil der 60er-Jahre lebendig wird, ist dem Modellbauteam um Gerd Humme, Alfons Blumenkamp und Erwin van Stekelenburg zu verdanken.

Mehr als eine Woche dauerte der Aufbau der Anlage im Maßstab 1:87, bei der erstmals auch die Burg Klusenstein präsentiert wird. Dafür waren Alfons Blumenkamp und Gerd Humme eigens auf der Burg, um das Gebäude zu vermessen und danach maßstabsgerecht anfertigen zu können.

„Ohne Alfons wäre das nicht möglich gewesen“, stellt Humme den eigentlichen Initiator in den Mittelpunkt. „Er legt viel Wert aufs Detail und weiß, wie welche Einzelheiten hergestellt werden können.“

Ein besonderes Anliegen war für Blumenkamp dieses Modul, weil es zur Landschaft gehört. Die Arbeit daran habe aber einen hohen Schwierigkeitsgrad bedeutet.

Entsprechend stolz sei der Ruheständler auf sein Werk, das jetzt direkt nach der Feldhofhöhle kommt. Er habe sogar die Perspektive eingebaut, in der vom Geländer der Höhle die Burg Klusenstein zu sehen sei.

Die Besucher sparten bereits am Dienstag nicht mit Lob für das gesamte Team, zu dem auch die Abteilung Technik um Daniel Friedrich und Ludger Moog gehört, das die Züge nacheinander von Neuenrade bis zur Burg auf die Schiene schickt.

Die Liebe zum Detail macht den Reiz der Ausstellung aus. So wird an einer Stelle noch am Dach eines Gebäudes gebaut.

Dabei gehe es nicht um die schnellste Zeit, sondern vielmehr darum, die vielen Einzelheiten entlang der Strecke zu entdecken. In Neuenrade sind Teile eines Hauses auf Knopfdruck beleuchtet. An anderer Stelle sind Dachdecker und Schweißer bei der Arbeit zu sehen.

Aber auch bei den Bahnhöfen und Haltepunkten sind viele Kleinigkeiten eingebaut wie Kofferträger, Litfasssäulen und Autos und Lastwagen aus der mehr als ein halbes Jahrhundert vergangenen Zeit.

Humme freute sich über den großen Besucherandrang schon am ersten Tag der Ausstellung, welche am Freitag letztmals für Besucher geöffnet wird. Schon vor der offiziellen Öffnungszeit warteten die ersten Besucher vor der Tür.

Stets ein wachsames Auge auf die Schienenfahrzeuge haben die Initiatoren der Eisenbahnfreunde Hönnetal.

Humme prognostizierte: „Wir hoffen, dieses Mal endlich die 1000er-Marke knacken zu können.“ Im vergangenen Jahr war diese nur knapp verfehlt worden.

Am Freitag ist die Modellbahn-Ausstellung noch von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei, für genügend Parkplätze und Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Wer mit der Bahn anreist, erhält gegen Vorlage der Fahrkarte einen Kaffee gratis.

Und im Mai 2017 ist ein großer Teil dieser Mini-Hönnetalbahn auf der Inter-Modellbau in Dortmund zu sehen.

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