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Erstes Schützenfest seit 2019: So fällt die Bilanz aus

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Von: Julius Kolossa

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Das neue Schützenkönigspaar der Bruderschaft St. Sebastian: Ralf und Nicole Schlotmann.
Das neue Schützenkönigspaar der Bruderschaft St. Sebastian: Ralf und Nicole Schlotmann. © Kolossa, Julius

Fegen und Ausräumen der Höhle nach dem Schützenfest war am Dienstag bei tropischen Temperaturen für Vorstand, Offiziere und das neue Königspaar Ralf und Nicole Schlotmann samt Hofstaat der Schützenbruderschaft St. Sebastian angesagt.

Neben den Aufräumarbeiten blickten sie gemeinsam auch zurück auf drei Schützenfesttage voller Highlights. So bleibt beispielsweise der Höhleneinzug am Sonntag in bester Erinnerung, bei dem der Musikverein Lichtringhausen zusammen mit dem Musikverein Balve den Höhleneinzugsmarsch spielte. Für die beiden Dirigenten Kristian Palauneck (Lichtringhausen) und Philipp Cramer (Balve) war es jeweils eine Premiere. Die Orchester boten ein klanggewaltiges Gesamtensemble zu Ehren des Schützenkönigs Dechant Pfarrer Andreas Schulte.

Sein Nachfolger Ralf Schlotmann hat am Montag den Vogel schon mit dem 61. Schuss heruntergeholt. Noch schneller war vor 31 Jahren nur Dieter Krüdewagen, der am 22. Juli 1991 schon mit dem 29. Schuss neuer König wurde.

Corona: „Entwicklung der Infektionszahlen abwarten“

Die Moderation des Festwochenendes übernahm der stellvertretende Vorsitzende Stefan Grote, der die Geschäftsführer Wolfgang Riecke und Thomas Scholz sowie den Vorsitzenden Christoph Rapp vertreten musste, die allesamt wegen einer Corona-Infektion ausfielen. „Anfangs war es nicht leicht“, sagte er, dass er Respekt vor den Aufgaben hatte. „Den Dreien geht es viel besser“, berichtete Grote am Dienstag. „Sie warten nur noch auf ein negatives Testergebnis, um ihrer Quarantäne beenden zu können.“ Weitere Corona-Erkrankungen im Vorstand und innerhalb der Schützenbruderschaft seien bislang nicht bekannt geworden, so Grote auf Nachfrage. „Die weitere Entwicklung der Infektionszahlen in Balve nach unserem Schützenfest müssen wir jetzt einfach abwarten.“

Der Dienstag war auch der Tag der Festabrechnung – zumindest im groben Bereich. „Wir hatten weniger Glasbruch zu verzeichnen, aber auch weniger Umsatz an Getränken als in der Vor-Corona-Zeit“, berichtete Jens Niehoff, Kompanieführer der 2. Kompanie, was Schatzmeister Jens Hoppmann an ersten Zahlen ermittelt hatte. „In den vergangenen Jahren hatten wir etwa 3500 Stück Glasbruch bei jedem Fest. In diesem Jahr waren es um die 2500 Stück. An Getränken wurden sonst 200 Hektoliter inklusive der alkoholfreien Getränke verkauft. Wie von den Theken zu hören war, war dort der Umsatz geringer als sonst – wir rechnen insgesamt mit weniger Hektolitern als vor 2019.“

Ralf Schlotmann regiert nun die Balver Schützen

Dass Ralf Schlotmann als neuer Regent nun die nächsten zwölf Monate das Schützenvolk regieren wird, konnte der 48-Jährige auch am Dienstag noch nicht wirklich glauben: „Ich habe es noch immer nicht verinnerlicht.“ Aber der Moment des Königsschusses sei im noch sehr präsent vor Augen: „Ich weiß noch: nach meinem Schuss drehte ich mich um und sah aus den Augenwinkeln, dass der Rest aus dem Kugelfang fällt.“

Dies war der Auftakt zu seiner Regentschaft, die am Montagnachmittag mit dem Festumzug einen ersten Höhepunkt fand. In diesem präsentierte sich das neue Königspaar zusammen mit dem Hofstaat, der aus 20 Paaren besteht. „Eine tolle Gemeinschaft“, lobte Schlotmann den Zusammenhalt. Dazu gehört auch Uwe Koch, der den vorletzten Schuss abgab, damit Vizekönig ist. „Das war ich bereits auch zwei Mal“, erzählte Schlotmann.

Hoffnung auf „eine tolle Zeit“

Jetzt aber hat er es endlich in der Club der Balver Könige geschafft und für die nächsten zwölf Monate vor allem einen Wunsch: „Ich wünsche mir und uns allen eine tolle Zeit.“

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