Erstes Leader-Projekt in Balve: Ab August Elektronische Ausleihe in Bücherei

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Inge Blask sprach mit den Regionalmanagern Annika Kabbert und Lars Morgenbrod und der Büchereileiterin Steffi Friske (von links) über das erste Leader-Projekt der Stadt Balve.

Balve - Das erste Leader-Projekt der Stadt Balve war Thema der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask am Donnerstag in der Bücherei. Dort soll nach dem Ende der LeseClub-Aktionen im August die elektronische Ausleihe starten.

40 000 elektronische Medien von der Zeitschrift bis hin zum E-Book stehen dann zum Lesen auf dem Tablet, PC, E-Book-Reader, MP3-Player oder Smartphone zur Verfügung. Dieses auf drei Jahre angelegte Projekt, in dem Balve eine digitale Zweigstelle des OWL-e-Verbundes mit 34 Büchereien wird, kostet im ersten Jahr 7035 Euro. Von Leader werden 4500 Euro getragen, die verbleibenden 2500 Euro übernimmt der Förderverein der Bücherei. In den beiden Folgejahren kostet die E-Ausleihe etwa 2350 Euro, wovon die Leader-Förderung etwa 1500 Euro, und die Unterstützung des Fördervereins 850 Euro ausmacht.

Annika Kabbert und Lars Morgendbrod, Regionalmanager, stellten das Projekt mit Büchereileiterin Steffi Friske vor. „Ich hoffe, ein attraktives Zusatzangebot machen zu können, mit dem ich viele Leser zurückgewinnen kann, die sich wegen der fehlenden elektronischen Ausleihe von der Bücherei abgewendet haben“, formulierte Steffi Friske die damit einhergehenden Ziele.

Aktuell sind in der Bücherei 3200 Nutzer verzeichnet. Erwachsene können alle Angebote mit einem Jahresbeitrag in Höhe von sechs Euro nutzen, Kinder zahlen vier Euro. Ob die Nutzerzahlen mit Einführung der E-Ausleihe steigen, stellt die Büchereileiterin infrage. Mehr verspricht sie sich von der Umbaumaßnahme im kommenden Jahr, nach der ein neuer Kinder- und Jugendbuchraum sowie ein Lesecafé die Attraktivität steigern sollen.

Die Regionalmanager betonten, dass mit dem Leader-Projekt zugleich Europa in die Bücherei investiere. Beide sind mit dem Verlauf des ersten Jahres zufrieden. „Zehn Projekte in Arnsberg, Sundern, Neuenrade und Balve sind auf den Weg gebracht worden“, so Lars Morgenbrod. In gleich zwei Balver Dörfern wollen Vereine ihren Ort mit einer Idee nach vorne bringen: „Da ist aber noch nichts spruchreif.“

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