Wegen der Coronapandemie

Erste Vereine sagen Schützenfeste in Balve ab: Überlegungen für Nachholtermin

Auch 2021 gibt es keinen Festumzug durch Beckum (hier mit dem Königspaar Helga und Christian König).
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Auch 2021 gibt es keinen Festumzug durch Beckum (hier mit dem Königspaar Helga und Christian König).

Mit Beckum und Volkringhausen haben die ersten Bruderschaften auf Balver Stadtgebiet ihre Schützenfeste offiziell abgesagt. Wirklich überraschend kam das nicht. Zum Hintergrund und der Frage wie es weitergehen soll, nehmen die Vereine Stellung.

Beckum/Volkringhausen – Dass Schützenfeste auch in diesem Sommer nicht möglich sein würden, hatten die Bruderschaften schon vor rund vier Wochen geahnt, nachdem NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) erklärt hatte, Volksfeste seien wegen der Corona-Pandemie bis auf weiteres nicht möglich.

„Schweren Herzens und nach reiflicher Überlegung haben wir in den Vorständen der Schützenbruderschaften Beckum und Volkringhausen den leider notwendigen Beschluss gefasst, unsere Schützenfeste, den Jungschützenabend und die Abrechnungen zu den Schützenfesten abzusagen“, teilten die Vorstände am Donnerstag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Nachholtermine für die Schützenfeste vom 21. bis 23. Mai (Volkringhausen) und vom 3. bis 5. Juli (Beckum) werde es in diesem Jahr nicht geben. Ein möglicher Nachholtermin sei derzeit nicht absehbar und ohne Terminkonflikt auch nicht zu realisieren, hieß es zur Begründung.

Die Schützenvorstände gingen aber noch weiter. Auch die 2020 schon einmal verschobenen Jubelfeste anlässlich der 100-jährigen Bestehen der Bruderschaften sollen nicht stattfinden. Beckum hätte das Jubiläum vom 20. bis 22. August, Volkringhausen vom 3. bis 5. September feiern wollen. „Eine weitere Verschiebung der Jubelfeste um ein weiteres Jahr wird es wohl nicht geben“, hieß es. Beide Bruderschaften wollen mit ihren Mitgliedern darüber beraten, wie und wann man die Jubiläen nachfeiern könnte. Zur Diskussion stehen Feiern zum 105-jährigen Bestehen.

„Aufgrund der aktuellen Situation und zu den Auswirkungen um das Corona Virus halten wir die Absagen für richtig und leider unumgänglich“, erklärten die Vorstände. Sie richteten den Blick allerdings trotz der Absagen optimistisch nach vorne gerichtet: „Es wird weitergehen, und es kommen auch wieder Zeiten, in denen wir das Brauchtum wieder vollends pflegen dürfen und werden. Heute ist jedoch der gemeinsam geübte Verzicht auf Feste und Gewohntes die Grundlage dafür, um irgendwann wieder unbeschwert feiern und vor allem Freunde treffen zu können.

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