Erste Saison-Pleite macht das Titelrennen spannend

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Christopher Reddig (rechts) spielte hinter Kaiser und De Luca, rieb sich aber in Zweikämpfen auf.

BALVE - Auf dem Papier ist das Titelrennen in der Kreisliga A Arnsberg seit Sonntagnachmittag wieder spannend: Der TuS Langenholthausen kassierte am heimischen Sportplatz Düsterloh im Spitzenspiel eine verdiente 1:2 (1:1)-Niederlage.  

Es gewann der aus dem Westfalenliga-Kader verstärkte SuS Langscheid/Enkhausen II,  der so seinen Rückstand auf den Spitzenreiter auf fünf Zähler reduzieren konnte. Für die Mannschaft von Trainer Mario Droste war es die erste Saisonpleite. „Der Sieg für Langscheid war total verdient, jetzt ist es wieder spannend. Leider war das heute kein Spiel auf Augenhöhe, weil wir offensiv zu schwach gewesen sind. Wir müssen den Fehler bei uns suchen, denn uns ist es nicht gelungen, trotz unserer drei Topleute ganz vorne eine Chance aus dem Spiel heraus zu produzieren“, resümierte Droste und fügte hinzu: „Dass wir irgendwann mal verlieren, war ja klar. Wir müssen das jetzt abhaken.“

Die Reserve vom Sorpesee bot auf dem bestens bespielbaren Düsterloh mit Emil Mersovski, Robin Hoffmann und Denis Rödel drei Stammspieler der ersten Mannschaft auf, deren Heimspiel in der Westfalenliga gegen Kaan-Marienborn abgesagt worden war. Dazu standen mit Julius Kuzniak und Malek Al Mohammad zwei weitere Akteure aus dem erweiterten Kader der „Ersten“ auf dem Platz. „Das war natürlich ein großes Plus an Qualität und hat uns sehr geholfen“, gab SuS-Spielertrainer John Braun zu und wiegelte jegliche Ansprüche im Titelrennen ab: „Der Aufstieg ist zwar mittelfristig das Ziel, käme aber jetzt ein Jahr zu früh. Wie hat unser Vorsitzender am Samstag bei der Jahreshauptversammlung gesagt: ,Wenn die Zweite immer Zweiter wird, ist das gut für die Stimmung‘“, so Braun.

Droste nannte das „Aufrüsten“ der Gäste eine „legale Wettbewerbsverzerrung. Wir würden das auch machen, wenn wir die Möglichkeit hätten. Das darf keine Ausrede sein“. Seine Elf ging zwar in Minute elf in Führung, als Langscheids Litau einen Freistoß von Marco Lemke von linkse unfreiwilig per Kopf in die eigenen Maschen verlängerte. Aber schon in den ersten 45 Minuten lief bei den Platzherren nichts zusammen. Insbesondere über die Flügel setzten sie keine Akzente und offenbarten obendrein in der Hintermannschaft Defizite in Zuordnung und Zweikampfverhalten.

Rödel (2.), drei Mal Könemund (8./22./26.), Hoffmann (15.) und Al Mohammad (31. an die Latte) hatten schon Chancen zum 1:1, das dann in der 34. Minute fiel: Mersovski lupfte perfekt in den Lauf von Könemund, der TuS-Keeper Nils Langwald keine Chance ließ. Ausgangspunkt war allerdings ein Missverständnis zwischen Lemke und Trawinski samt Befreiungsschlag von Deleo, der bei Mersovski gelandet war.

Nach der Pause hätte Gian-Marco De Luca das 2:1 erzielen können, scheiterte jedoch an Wiesehöfer (49.). Auf der anderen Seite machte es Rödel nach Zuckerpass von Mersovski besser, traf zum 2:1 für Langscheid (61.). Für Aufsehen sorgte De Luca, der seinem zurecht mit Gelb geahndeten absichtlichen Handspiel nach einer Lemke-Ecke aus der 45. Minute in der 77. auch noch die „Ampelkarte“ folgen ließ, als er eine „Rudelbildung“ provozierte – ein Bärendienst fürs eigene Team, das nicht mehr in die Nähe des 2:2 kam.

TuS: N. Langwald – Bonevski, Trawinski (62. K. Grote), Zöller, Vorsmann – Lemke, Wördemann, Deleo, Reddig – De Luca, Kaiser

SuS II: Wiesehöfer – Herkt – Kuzniak, Litau – Mersovski, Hoffmann, Pellmann (90.+4 Hennecke), Rödel, Fälsch – Al Mohammad (88. Gördes), Könemund

Schiedsrichter: Latusek (Sundern)

Tore: 1:0 (11./Eigentor) Litau, 1:1 (34.) Könemund, 1:2 (61.) Rödel

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte gegen De Luca (TuS/77.) wegen absichtlichen Handspiels und unsportlichen Verhaltens

Von Lars Becker

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