Erna Schabiewsky bereichert die Elisabethfeier

Ulrike Bähmer alias Erna Schabiewsky zu Gast bei der kfd Garbeck. Die Kabarettistin wusste mit ihrem Programm „Die Letzte macht das Licht aus“ zu begeistern. - Fotos: Kolossa

Garbeck -  Volles Haus und beste Stimmung bei der Elisabethfeier anlässlich des 90-jährigen Bestehens der kfd-Garbeck am Sonntag: Rund 240 Männer und Frauen ließen sich unter anderem den Auftritt von „Erna Schabiewsky“ nicht entgehen.

Auf einmal ist Ulrike Bähmer als Erna Schabiewsky da: Aus dem Keller der Garbecker Schützenhalle kommt sie, und ist weder zu überhören, noch zu übersehen. Ihr rotes Kostüm ist das Markenzeichen der ausgebildeten Gemeindereferentin, die als Kirchenkabarettistin ihre Kirche aufs Korn nimmt. Dazu ihr lautes Mundwerk, das niemals stillstehen kann.

Die Jubiläumsfeier der kfd war als eine für alle Garbecker offene Veranstaltung angelegt worden, so dass auch viele Männer mitfeierten. Eingestimmt mit einem Gebet sowie Kaffee und Kuchen harrten alle der Dinge, die da kommen würden. Dazu gehörte zunächst der Aufruf zu einer Unterschriftenaktion für die Mütterrente. Mit diesem Anliegen sollten die Bundestagsabgebordneten Dagmar Freitag (SPD) und Christel Voßbeck-Kayer (CDU) an ihr Versprechen vor der Wahl erinnert werden, Frauen, die Kinder vor 1992 geboren haben, entsprechende Entgeltpunkt anzurechnen.

Über 200 dieser Postkarten wurden eingesammelt – diese Gunst der Stunde musste vom kfd-Team einfach genutzt werden. Demnächst werden diese Karten an die Politikerinnen übergeben. Nach einem stärkenden Kaffee stand dann die Unterhaltung im Mittelpunkt des Tages. Ulrike Böhmer, auf der kfd-Jahreshauptversammlung schon zu Gast gewesen, stellte diesmal ihr komplettes Programm „Die Letzte macht das Licht aus“ vor. Sie nimmt als Erna Schabiewsky aus Dortmund-Ewingsen kein Blatt vor den Mund, stimmte schon das Publikum beim Gang durch die Reihen auf sich ein: „Wieso werden die Frauen immer jünger, je weiter ich nach vorne gehe?“ Die Frau in Rot war sofort in ihrem Element und legt auf der Bühne richtig los. Das Aus der Frühmesse am Sonntag Morgen sei nicht nach ihrem Geschmack, auch nicht das Zusammenlegen ihrer Gemeinde zu einem Pastoralverbund. Weitere Themen, die sie ebenso humorvoll und herzerfrischend kirchenkritisch darstellte, waren das Zölibat, Beichte, Frauengemeinschaften und Bischöfe.

Dem Garbecker Publikum wurde an diesem Tag ein besonderer Spiegel vorgehalten, wurden doch alle Verhaltensweisen eines Gemeindelebens dargestellt – satirisch überspitzt, aber nie bösartig. Den Gästen jedenfalls gefiel der Auftritt der Kabarettistin und sie belohnten sie mit langanhaltendem Applaus.

Von Julius Kolossa

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