Workshops rund um altes Handwerk

Erlebnistage an der Luisenhütte

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Mit der Hilfe von Olaf Fabian-Knöpges (rechts) schmieden die jugendlichen Teilnehmer und Museumspädagogin Bernadette Lange ein Messer.

Wocklum – Museumspädagogin Bernadette Lange will es wissen, wie schwer es ist, ein Messer zu schmieden. Dabei wird sie von Olaf Fabian-Knöpges angeleitet – ein Meister seines Fachs.

Fabian-Knöpges bietet seit mehr als zehn Jahren die beliebten Kurse rund um das Schmiedehandwerk an der Luisenhütte an. Auch bei den Historischen Ferienspielen des Märkischen Kreises für Kinder und Jugendliche gibt er alljährlich den Schmied. 

2020 aber findet keine Zeitreise statt, für die historische Kostüme angelegt werden müssen. Dieses Jahr fällt das traditionell vom Kreis an der Luisenhütte gestaltete Programm in der letzten vollen Ferienwoche wegen des Coronavirus deutlich kleiner aus. Unter dem Motto „Zunder, Zinn und heißes Eisen – Erlebnistage altes Handwerk“ führt der Kreis lediglich verschiedene Workshops durch. 

Ein Job, der in die Arme geht

„Kein Problem“, findet Christoph (10) aus Altenaffeln. Er ist einer der „Zuschläger“, der auf Anweisung des Schmiedemeisters das glühende Eisen bearbeitet. „Es macht Spaß, hier etwas zu gestalten.“ Derweil trägt Laurenz aus Affeln (10) am Blasebalg dazu bei, dass die Schmiede glüht. „Ohne Luft geht gar nichts“, weiß er, dass sein Job wichtig ist, aber auch sehr in die Arme geht. 

Die frisch geschmiedeten Messerklingen werden an einem Schleifstein geschliffen

Bernadette Lange überlässt nach einigen Schlägen mit einem Hammer das Feld dann doch lieber den Jungs. Diese lassen keine Anzeichen von Müdigkeit erkennen, wenn sie wieder und wieder ihren Hammer auf das Eisen schlagen, bis die Form eines Messers erkennbar wird. 

Historisches Spiel wurde im März abgesagt

„Wir sind froh, dieses Jahr überhaupt etwas anbieten zu können“, sagt Lange im Gespräch mit der Redaktion. „Im März mussten wir das Historische Spiel absagen. Im Mai haben wir entschieden, ein Ferienprogramm in Kleingruppen für 72 Kinder anzubieten“, erklärt Lange. Die Workshops sind komplett ausgebucht. Mit vielen Mädchen und Jungen, die, wie Christoph und Laurenz, zum ersten Mal bei einer solchen Aktion des Kreises dabei sind. 

Die jungen Schmiede sind stolz, am Ende ein eigenes Messer in den Händen zu halten. Sicher verstaut wird dieses in einer von ihnen selbst hergestellten Messerscheide aus Leder. „Hoffentlich sind viele dieser Kinder dann auch beim nächsten Historischen Spiel 2021 mit dabei“, wünscht sich Bernadette Lange dann wieder mehr Leben an der Luisenhütte. 

Halloween-Party am 16. Oktober

Vorher aber wird es erst einmal gruselig an der Luisenhütte, denn am Samstag, 31. Oktober, soll ab 16 Uhr Halloween gefeiert werden – falls es die Pandemie-Lage denn zulässt.

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