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Erlebnismuseum Luisenhütte: Saisonstart mit einigen Neuerungen

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Von: Markus Wilczek

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Eine der Arbeiten während der Saisonpause: Der Unterbau der hölzernen Möllerrampe wurde erneuert.
Eine der Arbeiten während der Saisonpause: Der Unterbau der hölzernen Möllerrampe wurde erneuert. © Lange/Märkischer Kreis

Türen auf und Industriegeschichte erleben heißt es wieder ab dem 1. Mai bei der Luisenhütte Wocklum. Das Erlebnismuseum des Märkischen Kreises macht auch in der Saison 2022 die Ursprünge der Hüttentechnologie erlebbar.

„Wie vor über 250 Jahren Eisen produziert wurde, zeigen wir in der mit Wasserkraft und Holzkohle betriebenen Hochofenanlage“, erzählt Museumspädagogin Bernadette Lange.

Seit Ende Oktober war die Luisenhütte im Winterschlaf. Nach der Saisonpause startet das Angebot ab Sonntag wieder für Besucher. „In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert. Hinter den Türen wurde alles für die Wiedereröffnung hergerichtet“, sagt Lange. Eine der Arbeiten: die Vitrinen für die Ausstellungsstücke wiederherrichten. „Jedes Jahr werden etwa 180 Kilogramm Trockenmittel in die Vitrinen eingebracht. Damit wird die sehr hohe Luftfeuchtigkeit in der Luisenhütte ausgeglichen. So für das richtige Klima in den Schaukästen zu sorgen, ist insbesondere für die überwiegend aus Metall bestehenden Exponate bedeutend.“

Für den Saisonstart musste auch das Kolbengebläse in der Luisenhütte mit Spezialfett geschmiert werden. Jens Münchhoff (rechts) und Andreas Strube haben die Arbeiten durchgeführt.
Für den Saisonstart musste auch das Kolbengebläse in der Luisenhütte mit Spezialfett geschmiert werden. Jens Münchhoff (rechts) und Andreas Strube haben die Arbeiten durchgeführt. © Lange/Märkischer Kreis

Mit Spezialfett geschmiert

Für den reibungslosen Betrieb von Dampfmaschine, Kolbengebläse und Wasserrad mussten diese mit einem Spezialfett geschmiert werden. Zusätzlich wurde am Wasserrad der Schieber nachjustiert. Lange: „Das sorgt für das gezielte Auf- und Ableiten des Wassers auf das hölzerne Rad. Dieses können unsere Besucher jetzt wieder per Knopfdruck in Betrieb setzen.“ Auch elektronische Angebote wie die Lichtsimulation des Hochofenabstichs wurden erneuert.

Mit Spezialfett hat Museumstechniker Jens Münchhoff die Dampfmaschine geschmiert.
Mit Spezialfett hat Museumstechniker Jens Münchhoff die Dampfmaschine geschmiert. © Lange/Märkischer Kreis

Spuren der Zeit waren an der hölzernen Möllerrampe zu sehen. „Während des Betriebs der Luisenhütte wurden über die Rampe Erz, Holzkohle und Kalk zum Hochofen gefahren. Jetzt musste der Unterbau erneuert werden“, berichtet Lange. Angekommen auf dem Möllerboden, können Gäste Schubkarren, die mit Eisenerz, Holzkohle und Kalkstein beladen sind, selbst anheben. Für die jüngeren Besucher heißt es am Technikspielplatz „Kleine Luise“ ab 1. Mai auch wieder „Wasser marsch“. So kann am Matschtisch die richtige Mischung von Wasser und Sand ausprobiert und Zahnräder können in Form gegossen werden.

Öffnungszeiten: Die Luisenhütte hat bis zum 31. Oktober geöffnet. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag (jeweils 9.30 Uhr bis 17 Uhr) sowie Samstag und Sonntag (jeweils von 11 bis 18 Uhr). Führungen können unter Tel. 02352/9667034 oder per E-Mail an museen@maerkischer-kreis.de gebucht werden.

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