Offene Gärten im Ruhrbogen

Eine Vielfalt lieblicher Orte in Balve

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Frank Wassmuth präsentierte den Garten-Besuchern stolz seine Blockhütte.

Balve - Einen Garten voller schöner Orte präsentierten Iris und Frank Wassmuth am Garbecker Kirchweg jenen Besuchern, die ihrer Einladung im Rahmen der Aktion „Offene Gärten im Ruhrbogen“ gefolgt waren. Einige dieser Orte hätten sogar Schutz geboten, wenn der eher verhangene Himmel sich am Sonntag zu einem ernsthaften Regen hätte hinreißen lassen.

So aber blieben eine offene Laube und die von Frank Wassmuth gebaute Blockhütte nur Durchgangsstationen beim Erkunden des einladenden Geländes. Länger auf der großen überdachten Terrasse mit Fernblick zu bleiben, bot sich schon deshalb an, weil die Besucher dort mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden.

Seit 1968 wohnt Frank Wassmuth in dem von seinen Eltern gebauten Haus mit einst riesigem Grundstück, von dem eine Ecke mittlerweile den Nachbarn gehört. 2014 beteiligten sich die Wassmuths zuletzt an der Aktion mit den offenen Gärten. Damals war gerade ein neuer Gartenteich fertig geworden, in den ein Fließgewässer mündet und in dessen Mitte ein kleiner Springbrunnen plätschert. So zog dieser Teich die Aufmerksamkeit der Besucher auch jetzt wieder in besonderer Weise auf sich: „Das sieht schön aus.“ Wer mochte, konnte den Teich von einer Bank aus im Auge behalten, oder geschützt vor einzelnen Regentropfen in der überwachsenen Laube die Aussicht auf die Steingewächse am Teich-Ufer genießen.

Äußerst gemütlich ist die selbst gebaute Blockhütte, die Jahr für Jahr auch für Silvesterpartys genutzt wird.

Nach Wetter, Lust und Laune wählten Besucher und Bewohner sich ihren aktuellen Lieblingsplatz in diesem vielfältigen Garten: Neben den bereits erwähnten Wohlfühlorten luden der 2016 neu fertiggestellte Feuerplatz, eine Terrasse ohne Dach und über das Gartengelände verteilte Bänke zum Verweilen ein.

Selbst für Silvester gibt es eine alljährlich genutzte Lösung: 2006 fällte Frank Wassmuth 55 Bäume, holte sie aus dem Wald und baute daraus eine gemütliche Blockhütte mit Kaminofen und einem Nachtlager. So erklärte sich die Frage von Besuchern, die mit der Situation offenbar schon vertraut waren: „Wo ist der Hüttenwirt?“, also Gastgeber Frank Wassmuth.

Geschaffen hat er sich gemeinsam mit seiner Frau ein wahres Refugium, das vor allem der persönlichen Erholung nach der Arbeit dient. Drei Hobbys pflege er, erklärte der Hausherr: seinen Garten, das Wandern und die Jagd. Vor zuviel Arbeit schützt eine gewisse Beschränkung bei den Blühpflanzen. „Wir haben nicht so viele Blumen.“ Das ist verglichen mit anderen Gärten nicht ganz falsch, und dennoch hat dieser Garten mit dem Fernblick auf die umliegenden Berge eine unglaubliche Vielfalt lieblicher Orte.

Blumen gibt es natürlich dennoch einige. Sehenswert sind nicht nur die prächtig gedeihenden Engelstrompeten. Kein Wunder, dass die Besucher gerne ein bisschen mehr Zeit in diesem Garten verbrachten. Die längste Anfahrt hatte eine Gruppe aus dem Tecklenburger Land. Diese Reise ging allerdings auf eine persönliche Bekanntschaft zurück.

Der Ausblick auf den Gartenteich mit Fließgewässer, Springbrunnen und Steingewächsen ist mehr als nur sehenswert. Viele Besucher waren davon ganz besonders angetan.

Schon am Eingang wurden die Besucher um die Umbettung je eines Steins in einen Sammeleimer gebeten. Die Gastgeber konnten dadurch nach dem Tag der offenen Gartenpforte zählen, wie viele Besucher da gewesen waren. Etwa 200 waren es 2014. Der Füllstand des Eimers deutete am Sonntagnachmittag eine etwas kleinere Zahl an, was vermutlich an dem etwas launischen Wetter lag.

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