Trubeliger Weihnachtsmarkt

Richtig voll war es beim Balver Weihnachtsmarkt, dicht gedrängt gingen Balver und sicher viele Auswärtige durch die Gassen der Innenstadt und ließen das Ambiente auf sich wirken.

Balve - Beim Weihnachtsfest in Balve war am Sonntag  für jeden etwas dabei: Jung und Alt kamen auf ihre Kosten und auch beim Balver Fachhandel, der seinen verkaufsoffenen Sonntag damit verband, war man zufrieden.

Viele der Besucher, die schon am frühen Nachmittag zahlreich in die Innenstadt strömten, nutzen Beratung und Service in den Geschäften. Hier wurde zum Beispiel an der Kasse von einer kleinen Glücksfee ein Los mit der Anzahl der vom Verkauf abgezogenen Prozente oder aber andernorts eine große Tafel aufgebaut, an der die Kunden mit Kaffee verwöhnt wurden.

Der Fachhandel hatte sich diesmal ganz besonders ins Zeug gelegt, stellten die Weihnachtsmarktbesucher fest. Die gingen gerne von Geschäft zu Geschäft, um erst nach erfolgreichem Einkauf einen Glühwein zu genießen – für die Kinder gab es derweil Apfelpunsch. Den hatten sich auch die Akteure des Krippenspiels redlich verdient, für die in diesem Jahr zwei Premieren anstanden: Sie traten erst um 13 Uhr auf, und ließen damit die erste Aufführung direkt nach dem Ende der Messfeier ausfallen; außerdem wurden sie von Dennis Traudt (19) als neuem Regisseur angeleitet. Der Jugendliche tritt damit die Nachfolge seines Opas Werner Traudt (†) an, und hat, wie der große Beifall nach jeder der drei Krippenspiel-Aufführungen zeigte, diese Bewährungsprobe mit Bravour bestanden. Wieder einmal hat der Festspielverein Balver Höhle das Geschehen um die Herbergssuche von Maria und Josef sowie die Geburt von Jesus Christus in einem Stall eindrucksvoll gestaltet. Dazu spielte der Musikverein Beckum, der Musikzug aus Langenholthausen und der Musikverein Garbeck.

Weihnachtsmarkt in Balve

Selten war der Drostenplatz bereits bei der ersten Aufführung so voll, und dies eineinhalb Stunden später als in den vergangenen Jahren. Und genau dies wollten die verantwortlichen Organisatoren des Weihnachtsmarktes auch erreichen: eine volle „gute Stube“. Matthias Streiter, Ortsvorsteher von Balve, begrüßte die vielen Zuschauer, und wünschte ihnen viele schöne Begegnungen in der schönen Atmosphäre, die bei Einbruch der Dunkelheit durch die neue Weihnachtsbeleuchtung noch einmal unverstärkt wurde.

Etwa 40 Aussteller bereicherten die Haupstraße und die Drostengasse, darunter waren auch heimische Vereine, die ihre Kasse mit dem Verkauf von Kulinarischem aufbesserten. Vorgestellt wurde auch der Einsatzwagen der Qualifizierten Ersthelfer aus Volkringhausen, dessen Anschaffung von der Bürgerstiftung Balve ermöglicht wurde. Allerdings waren die Helfer, die dieses Fahrzeug präsentierten, immer „auf dem Sprung“. Zwar standen sie gerne bereit, die vielen Fragen rund um ihr Angebote zu beantworten, doch waren sie die ganze Zeit über einsatzbereit; der Audi stand bereits in Fahrtrichtung, um im Falle eines Falles keine Zeit zu verlieren.

Und in der St. Blasius-Pfarrkirche fanden bis zum frühen Nachmittag vom Bauverein St. Blasius angebotenen Turmbegehungen statt sowie mit Nikolaus Führungen durch den alten Teil der Kirche. Auch auf der Hauptstraße war der Nikolaus unterwegs – bis zum Ende hatte dieser 500 Stutenkerle verteilt.

Von Julius Kolossa

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