Entdeckertag: Grundschüler lernen Hauptschule kennen

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Die Grundschüler erlebten einen spannenden Tag in der Balver Hauptschule. Unter anderem durften sie verschiedene Dinge unter dem Mikroskop betrachten.

Balve - Ihren Unterricht haben die 125 Viertklässler der Grundschulen im Stadtgebiet jetzt für einen Tag an die Balver Hauptschule verlegt. Dort wurde für die Mädchen und Jungen ein Entdeckertag veranstaltet.

Die Kinder konnten an drei von fünf Angeboten teilnehmen und sollten so auch Vorurteile und Hemmschwellen gegenüber der Schulform Hauptschule abbauen. Schulleiterin Ulrika Scholder freute sich über viele Briefe, die begeisterte Grundschüler anschließend verfasst hätten. „Die Briefe belegen, dass die Ziele des Tages erreicht worden sind“, sagte Scholder.

Die Grundschüler lernten die Unterrichtsfächer Physik und Biologie kennen, die es an der Grundschule nicht gibt. Zudem nahmen sie am Hauswirtschafts- und Technikunterricht teil und lernten das Fach Textilgestaltung kennen. Anregungen für den Entdeckertag kamen von Eltern, Kollegen und Grundschul-Lehrern.

Am ersten Tag kamen 50 Grundschüler aus Beckum und Garbeck, danach waren 75 aus den Klassen 4 a, 4 b und 4 c der Grundschule Balve am Krumpaul zu Gast. Teilnehmen durften sie am Unterricht von Dirk Kunert (Physik). Mit seiner Hilfe fertigten sie einen Fluggleiter aus Balsa-Holz. Biologie-Lehrerin Christa Knoop weihte die Kinder in die Geheimnisse der Mikroskopie ein. Der Aufbau eines Mikroskops war für sie ebenso interessant wie das Betrachten eines Zwiebelhäutchens.

Crêpes gab es in der Küche bei Angelika Rotermund (Hauwirtschaft), Schlüsselanhänger aus Holz wurden mit Thorsten Böcker (Technik) hergestellt und gemeinsam mit Elke Iben (Textilgestaltung) konnten die Kinder eine Schlange filzen. Aus zeitlichen Gründen durfte jedes Kind drei von fünf Fächern kennenlernen. „Gerne hätten sie alle ausprobiert“, berichtete Ulrika Scholder. Einige Grundschüler schilderten später in ihren Briefen, dass sie die Ergebnisse des Aktionstages in ihrem Zimmer ausgestellt haben.

Für die Lehrer waren die Entdeckertage anstrengender als der alltägliche Unterricht. Schließlich mussten sie den kleinen Besuchern mehr erklären und helfen als den älteren Schülern. Letztlich aber habe es doch allen sehr viel Spaß gemacht. Anteil daran hatten auch die 42 Schüler der neunten Klassen, die als Guides für die in Gruppen eingeteilten Gäste und als Helfer bei den Unterrichtsangeboten zur Seite standen.

All dies, so betont Ulrika Scholder, sei während des laufenden Schulbetriebs geschehen: „Es ist dafür keine einzige Stunde ausgefallen.“ Weil alles so gut funktioniert hat, ist im kommenden Jahr eine Neuauflage geplant. - Von Julius Kolossa

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