Ensemble des Festspielvereins bereitet sich auf die nächste Spielzeit vor

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Marie-Josephine Neuhaus-Schwermann (links) führt erstmals Regie bei einer Aufführung des Festspielvereins. Mit ihrem Ensemble hat sie jetzt mit der Probenarbeit begonnen. 

Balve - Mit dem Papa alleine zu Hause, bekommt das Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte eine ganz andere Bedeutung. Bei einer Familie geht es dabei drunter und drüber, denn die Tochter und die beiden Söhne werden voll und ganz mit in das Geschehen einbezogen.

„Es war einmal“, heißt es dort. Und weiter: „7 Märchen auf einen Streich.“ Alles darüber gibt es im Mai in der Balver Höhle vom Ensemble des Festspielvereins bei den Aufführungen dieses Märchenmusicals zu sehen. Die Proben dafür haben in der Aula der Beckumer Grundschule begonnen. 

Die drei Kinder, gespielt von Lina Schulte, Jannis Grafen und Robin Traud, wirken zwar recht groß, doch bestehen sie fest darauf, eine Geschichte erzählt zu bekommen. Sonst gehen sie nicht ins Bett. Weil die Mutter (Steffi Schulte) zum Elternabend muss, übernimmt der Vater (Jörg Leiß) diese Aufgabe. Er beginnt mit dem tapferen Schneiderlein, in dessen Rolle Robin Traud schlüpft. Im weiteren Verlauf kommen auch dessen Geschwister zur Geltung – der Vater übernimmt die Königsrolle. 

Erster Akt wird geprobt

Geprobt wurde der erste Akt. Marie-Josephine Neuhaus-Schwermann hielt dabei nicht nur das Textbuch, sondern auch die Regie fest in der Hand. Aus den Aktionen heraus ließ sie sich die weitere Handlung entwickeln. Die Szenen wurden wiederholt, bis die Akteure komplett in ihren Rollen waren. Zweieinhalb Stunden dafür vergingen wie im Flug, wobei alle stolz auf die gemachten Fortschritte waren. 

Die Ensemblemitglieder sind allesamt bühnenerfahren, haben meist schon in mehreren Musicals mitgespielt. Doch jedes ist eine neue Herausforderung; diesmal auch für die neue Regisseurin. Zum ersten Mal leitet Neuhaus-Schwermann als Nachfolgerin von Anke Lux das Ensemble, bestehend aus 60 Darstellern mit größeren und kleineren Rollen. 

Der Wolf jammert über Figurprobleme 

Die Grundlage des Märchenmusicals in der Höhle bildet das vom Martin Lingnau und Heiko Wohlhgemuth geschriebene „Es war einmal – 7 Märchen auf einen Streich“. Dabei erleben bekannte Märchenfiguren neue Abenteuer im Märchenwald – alle ausgedacht vom Vater, der alleine zu Hause seine drei Kinder mit einer Gute-Nacht-Geschichte unterhalten muss. 

In dieser treten böse Feen und freundliche Hexen auf, außerdem schnarchende Prinzessinnen und gestiefelte Wölfe. Aber damit nicht genug: Die Großmutter wird vom Froschkönig gefressen, der Wolf jammert über Figurprobleme und Rotkäppchen sowie Rapunzel stecken unter einer Decke. Im Mittelpunkt der ganzen Turbulenzen steht das tapfere Schneiderlein. 

Stück dauert etwa zwei Stunden 

In der Endfassung soll das Stück etwa zwei Stunden dauern. Im Laufe der Proben kommt neben der Musik auch die Choreografie hinzu. Für diese ist Nadine Schlebrowski zuständig. Sie saß am Montag in der ersten Reihe, um sich ein Bild über die zum ersten Mal gespielte Handlung der Anfangsszenen zu verschaffen. 

Mehr Platz hat das Ensemble dann ab der nächsten Woche wieder, wenn die Proben in die Aula der Realschule verlegt werden.

Aufgeführt wird das Märchemusical „Es war einmal – 7 Märchen auf einen Streich“ in der Balver Höhle am 4., 11. (Familientag), 12. 18., 19., 25., 26. und 30. Mai sowie 2. Juni jeweils um 15 Uhr. Am 1. Juni um 18 Uhr. Die Schulvorstellungen (10 Uhr) sind für den 6. und 13. Mai terminiert. Tickets gibt es bereits in der Geschäftsstelle des Festspielvereins an der Garbecker Straße 5 (Tel. 0 23 75 / 10 30), oder im Internet unter www.festspiele-balver-hoehle.de. Karten kosten für Erwachsene 12 Euro, Kinder (bis 15 Jahre) zahlen 8 Euro, Schüler (ab 16 Jahre), Studenten und Behinderte 10 Euro. Auch Gruppentickets werden angeboten. Wer bis zum 21. Dezember eine Karte kauft, bekommt zehn Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis.

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