Freiwillig Hitzefrei gestrichen

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Diese zwölf Realschüler fanden sich im Rahmen der religiösen Schulwoche zu einem Workshop zusammen. Ihr Thema waren dabei Team-bildende Maßnahmen. Offenbar hatten sie dabei viel Spaß. Das Wetter tat sein Übriges.

Balve - „Religion ist doch überhaupt nicht mehr in“: Diese Aussage mancher Eltern und Schüler stand am Anfang der religiösen Schulwoche der Realschule, die am Freitag mit einem ökumenischen Abschlussgottesdienst endete. Doch am Ende waren auch die größten Skeptiker begeistert von dem, was ihnen von acht jungen Menschen von den Universitäten Paderborn und Dortmund geboten wurde.

Schulleiterin Nina Fröhling fasste dieses zum zweiten Mal an der Schule durchgeführte Projekt zusammen: „Es war eine Gelegenheit, sich mit Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.“

Knifflige Aufgaben im Zuge der religiösen Schulwoche: Mit Hilfe von Seilen musste ein Turm gebaut werden.

Die 160 Schüler aus den 9. und 10. Klassen, deren normaler Unterricht dafür täglich um zwei Stunden unterbrochen wurden, nahmen daran teil. „Den größten Anteil daran aber hat Melanie Lohmann, die als Referentin in der Schülerpastorale, die Leitung dieser Schulwoche mit den sieben Studenten übernommen hat.“ Die Jugendlichen seien sehr gut erreicht worden, und dies auch in der „heißen Phase“ dieser Woche, als die anderen Jahrgänge schon wegen Hitzefrei zu Hause waren: „Alle waren hoch motiviert.“

Das Projekt findet in Kooperation der Schulabteilung des Erzbistums Paderborn mit dem Pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen statt, und sei bei den Schulen so sehr nachgefragt, dass auf eine Wiederholung bis zu drei Jahre lang gewartet werden muss. „Wir werden uns auf jeden Fall wieder anmelden“, möchte sie nachfolgenden Schülergenerationen diese religiöse Schulwoche gerne ermöglichen.

Die Woche begann mit einer Kennenlern-Phase. Im weiteren Verlauf werden von den Schülern gewünschte Themen besprochen. Zukunft gehörte ebenso dazu, wie Liebe und Freundschaft, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Sucht und Drogen, Mobbing, Internet und Soziale Medien sowie Terror im Namen der Religion. In Workshops wurde Teambildung erlebbar gemacht. Unter anderem mussten die Jugendlichen gemeinsam mit einer Seil-Konstruktion einen Turm bauen.

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