Orgel wird aufgebaut

Endspurt beim Kirchenumbau in Eisborn: Darum drängt die Zeit

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Im Kircheninneren laufen in diesen Tagen die finalen Arbeiten den Handwerker, denn am 4. Advent soll in diesem Gebäude erstmals wieder ein Gottesdienst gefeiert werden.

Eisborn – Drei von 17 Registern der Eisborner Orgel erklingen bereits, ein großer Teil der 1104 Pfeifen ist eingebaut. Das Instrument sieht gut aus an seinem neuen Standort in der umgestalteten St.-Antonius-Kirche in Eisborn.

„Wir mussten es an den Seiten kürzen“, sagte Orgelbaumeister Ulrich Lohmann aus Hamm. 

Mit seinem Auszubildenden Christoph Kleinhans installiert er seit zwei Wochen die Orgel in dem Gotteshaus. Dabei drängt die Zeit, denn am 4. Advent, Sonntag, 22. Dezember, soll ab 15 Uhr die Einweihung der Kirche nach mehr als einem Jahr Bauzeit stattfinden. 

Timmermann: "Wir schaffen das"

„Wir schaffen das“, ist Jens Timmermann zuversichtlich. Der Zweite Vorsitzende des Kirchenvorstandes gab unserer Redaktion in dieser Woche eine exklusive Führung durch das fast fertig gestellte Gotteshaus. „Die Handwerker geben alles.“ Seit Oktober 2018 sind sie damit beschäftigt, das Gebäude vom Boden bis zur Decke in eine Kirche mit integriertem Gemeinderaum umzugestalten – und damit den bisherigen Umbaujahren 1827, 1928 und 1961 ein weiteres hinzuzufügen. 

Mit Schiebetüren lässt sich der Kirchenraum für die Gemeinde öffnen. Hier gibt es einen eigenen Raum für Veranstaltungen, in dem jetzt die 18 Kirchenbänke bis zum Einbau gelagert werden. Jeweils 80 Zentimeter kürzer sind sie, abgeschliffen und gebeizt, weiß Timmermann. Er gehört mit Martin Danne, Hubert Kemper und Adalbert Knepper zu dem Team der Gemeinde, das die Bauarbeiten von Anfang an beaufsichtigte. 

Neue Küche ist bereits bestellt

„Die Küche für den Gemeinderaum ist bereits bestellt“, erzählt er. Neu ist außerdem eine Toilette, die barrierefrei zu erreichen sein wird. Barrierefrei ist nun auch der Zugang zur Kirche selbst durch einen separaten Eingang möglich. 

Umbau der Kirche in Eisborn kurz vor dem Abschluss

In helle Farben ist das Kircheninnere getaucht, der Fußboden, hergestellt aus spanischem Stein, wirkt warm. Stolz ist Timmermann auf den neuen Altar, der eigentlich auch der alte ist. Denn der Original-Altarstein aus den 1960er-Jahren wurde wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt; ebenso der Ambo, von dem die Lesungen und das Evangelium vorgetragen werden. All dies steht jetzt dort, wo einst die Orgel stand – es bedarf viel Vorstellungsvermögen und alter Fotos, um den Vergleich herstellen zu können. Noch fehlt das große Kreuz: „In Absprache mit dem Künstler wird nur noch der Eichenkorpus an der dafür gestalteten Wand angebracht.“ 

Weihbischof kommt am 22. Dezember

Und dann wird noch das Taufbecken eingerichtet sowie eine Gedenkstelle für die Verstorbenen der Gemeinde. „Nur noch“, ist Jens Timmermann zuversichtlich, der Eisborner Gemeinde pünktlich am 4. Advent diese neu eingerichtete Kirche übergeben zu können. 

Weihbischof Dominicus Meier wird den Altar mit Weihrauch und Ölen weihen und damit wieder für die Feier der Eucharistie bereitstellen. Dies soll ein Feiertag für die ganze Gemeinde werden, die um ihr bisheriges Alleinstellungsmerkmal weiß. Denn eine Kirche mit Gemeinderaum in dieser Form habe bisher Leuchtturmfunktion für das gesamte Erzbistum Paderborn, so Timmermann. 

Nach dem Umbau noch 160 Sitzplätze

Die Kirche verfügt nach dem abgeschlossenen Umbau über 160 Sitzplätze, im Gemeinderaum sind es 30. Gerechnet werde mit einer vollen Kirche am Tag der Einweihung. „Dann könnte sie zu klein sein“, sagt das Kirchenvorstandsmitglied schmunzelnd.

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