Elternbrief gegen drohende Schulschließung

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Mit Plakaten in den Fenstern der Schule machen die Schüler auf ihre Sorgen aufmerksam. ▪

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Schulamtsdirektorin Annette Heinz hat angeregt, aufgrund der Schülerzahlprognosen für die kommenden Jahre über die Schließung der Gemeinschaftsgrundschule Langenholthausen nachzudenken. Laut Stadtverwaltung favorisiert sie die Schulschließung Mitte 2012 (wir berichteten). Damit wollen sich Eltern, Schüler und viele Bürger nicht abfinden. Gestern haben die Klassen- und Schulpflegschaft sowie der Förderverein der Grundschule den Kindern einen Elternbrief mitgegeben.

Darin heißt es: „Im Rückblick auf die Prognosen der vergangenen Jahre, die in keinem Jahr zutrafen, sondern stets überschritten wurden, sehen wir im Moment für die geplante vorzeitige Schließung schon im kommenden Jahr keine Rechtfertigung.“ Die Schule habe eine gute Bausubstanz, technische Anlagen, Schulhof und Toiletten seien erst vor kurzer Zeit instand gesetzt worden.

Kämmerer Reinhard Schmidt hatte in der letzten Ratssitzung gesagt, dass es kein Tabu seien dürfe, Schulstandorte in Frage zu stellen. Bei dieser Meinung bleibt er. „Es  wäre sicher schön, die Schule zu behalten. Aber ich sehe das rein wirtschaftlich und aus der Perspektive macht der Erhalt der Schule keinen Sinn.“ Weiter sagt er: „Den Luxus müssen alle Bürger über ihre Steuern mitfinanzieren.“ Auch Theodor Willmes hatte gesagt, dass die Situation an den Grundschulen überdacht werden müsse.

Gabi Rapp, Vorsitzende des Fördervereins: „Wir sind geschockt! Es kann nicht sein, dass die Schule von heute auf morgen geschlossen werden soll und wir reißen uns ein Bein aus, um bauliche Maßnahmen zu stemmen.“

Auch Ortsvorsteherin Barbara Wachauf will sich für die Schule einsetzen. „Um alles, was es in einem Ort nicht mehr gibt, ist es schade. Es geht Leben verloren“, sagt und bangt sie. Sie macht die drohende Schulschließung bei der Bürgerversammlung am Montag ab 19 Uhr in der Tischlerei Allhoff zum Thema. ▪ acn

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