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Steinbruch soll 2023 wachsen: So trifft es die Anwohner

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Von: Julius Kolossa

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Der Steinbruch soll 2023 erweitert werden.
Der Steinbruch soll 2023 erweitert werden. © Kolossa

Eisborn – Schneller als erwartet soll der Steinbruch in Eisborn wachsen - schon 2023. Und zwar bis ins Naherholungsgebiet. Für die Anwohner hat das Folgen.

Schneller als erwartet – nämlich schon im Jahr 2023 – könnte auf die Menschen in Eisborn die Erweiterung des Steinbruchs zukommen, die die Lhoist-Unternehmensgruppe plant. Dr. Zacharias Grote, Werkschef der Lhoist-Gruppe für das Hönnetal, erläuterte in der Ratssitzung die Expansionspläne seines Unternehmens. „Wir informieren vor dem offiziellen Genehmigungsverfahren“, sagte er vor den Ratsmitgliedern und den 19 Zuhörern, darunter viele Eisborner. 

86 Hektar mehr

Um den Qualitätsstandard des abgebauten Kalks zu halten, soll mit der Erweiterung schon 2023 begonnen werden. Denn der Kalkstein, der in Richtung Beil nach Eisborn auf den Abbau wartet, ist laut Dr. Grote nicht von so guter Qualität, dass er alleine verwertet werden könnte. Deshalb soll er mit dem hochwertigeren Kalk aus den anderen Abbaubereichen des Steinbruchs vermischt werden. 

Insgesamt ist eine Erweiterung des Kalksteinabbaus um 86 Hektar vorgesehen. In diese Fläche fällt auch das beliebte Naherholungsgebiet Beil. 

Erweiterung soll Existenz für 30 Jahre sichern

Man sei frühzeitig in die Planungen eingestiegen und habe bereits im Mai 2018 den ersten Dialog mit den Eisbornern gesucht, um möglichst alle Beteiligten in den Prozess einzubinden. „Für uns geht es um nachhaltige Standortsicherung“, erklärte Grote. Dies bedeute für den Standort Hönnetal eine Existenzgarantie von 30 Jahren. 

Die Anliegen der betroffenen Anwohner würden bei der Planung ernst genommen, versicherte der Werkschef. Denn der Kalkabbau im Erweiterungsgebiet wird in der Landschaft deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. So ist eine Auffüllung im Anschluss nicht vorgesehen. „Der Bedarf im Ruhrgebiet ist dafür höher als im Hönnetal“, sagte Grote dazu nur. Stattdessen werde an einem Konzept für Ausgleichsflächen gearbeitet. 

Kein Sprenglärm, aber Lärm und Staub

Und: Es soll zum Interessenausgleich mit den Eisbornern kommen, denen zwar weniger Sprenglärm zugesichert wurde, die dafür aber Lärm und Staub durch den Lastwagen-Transport hinnehmen müssen. 

Von allen im Balver Rat vertretenen Parteien wurde die frühzeitige Informationspolitik der Lhoist-Gruppe gelobt. Bürgermeister Hubertus Mühling sagte: „Ich begrüße diesen offenen Dialog, der Möglichkeiten eröffnet, auskömmliche Lösungen zu finden.“ 

Der nächste Schritt ist ein Bürgergespräch, zu dem das Lhoist-Werk Hönnetal-Eisborn für Dienstag, 9. April, 17 Uhr, in die Eisborner Schützenhalle einlädt. 

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