Herausgeber Günter Cordes erinnert sich

Einst sehr gefragt: Weihnachtskarten mit Motiven aus Balve

Weihnachtskarten mit Motiven aus Balve waren über viele Jahre stark nachgefragt.
+
Weihnachtskarten mit Motiven aus Balve waren über viele Jahre stark nachgefragt.

40 Jahre ist es her, dass Günter Cordes seine „Balver Weihnachtskarten“ erstmals herausgab. „Angefangen habe ich mit zwei Motiven der Altentagesstätte am Kirchplatz und natürlich unserer St.-Blasius-Pfarrkirche“, erzählt der stadtbekannte Fotograf sowie Herausgeber des alljährlich erscheinenden Schützenfest-Buches über die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft.

„Die Idee dazu hatte ich bei meinem Hobby Landschafts- und Tierfotografie“, so Cordes. Die Karten wurden in einer Druckerei gedruckt. Die Nachfrage nach Weihnachtsgrüßen aus Balve war so groß, dass im zweiten Jahr bereits vier Motive herausgegeben wurden. „Ich habe anfangs schwarz-weiß fotografiert – wobei ich die Fotos selbst entwickelt habe“, erinnert er sich an Zeiten, als noch Filme in Kameras eingelegt wurden, mit denen überwiegend 24 oder 36 Fotos geknipst werden konnten.

Die Motive lagen für Günter Cordes quasi auf der Straße: „Meine Heimat hat viele schöne Seiten.“ Viele davon hielt Günter Cordes fest. Dabei machte er alle fotografischen Zeitreisen mit. So den Trend, ab den 1990er-Jahren die Weihnachtskarten in Farbe erscheinen zu lassen, und danach auf die digitale Technik umzuschwenken.

Insgesamt rund 20 verschiedene Karten

„Etwa 20 Weihnachtskarten-Motive habe ich herausgebracht“, fasst er zusammen. Verkauft wurden die Karten in den Balver Fachgeschäften Wassmuth und Streiter, aber auch in vielen Firmen. Günter Cordes: „Auch ein großes Unternehmen aus dem Westerwald, welches Händler in ganz Deutschland mit verschiedenen Produkten beliefert, war an den Karten interessiert.“

Günter Cordes zeigt einige seiner Weihnachtskarten mit Motiven aus Balve. Etwa 20 Karten hat Cordes insgesamt herausgebracht.

Dieses Hobby hat ihm Spaß gemacht und ihn alle Jahre immer motiviert, neue Motive aus der Hönnestadt zu finden. Sein Archiv ist groß, alle Negative, Fotos und digitalen Dateien liegen abrufbereit. Doch aufgelegt werden die Weihnachtskarten mit Balver Motiven nicht mehr: „Denn der Absatz ging in den vergangenen Jahren immer weiter zurück. Bedingt durch Computer und Internet war die Nachfrage einfach nicht mehr da“, sagt Cordes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare