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Großeinsatz im MK: Rätsel um verdächtiges Paket gelöst

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Von: Janine Tokarski, Günter Cordes

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Im Keller dieses Wohnhauses im Zentrum Balves war Gasgeruch festgestellt worden.
Im Keller dieses Wohnhauses war das Paket gefunden worden. © Günter Cordes

[Update] Großeinsatz mitten im Stadtzentrum: Wegen Gasgeruch rückte die Feuerwehr aus. Vor Ort stellten die Retter kein Gas in der Luft fest - dafür fanden sie ein verdächtiges Paket im Keller. Nun ist klar, was sich darin befindet.

Update von 20.47 Uhr: Nun ging es doch schneller als gedacht: Die Einsatzkräfte vor Ort haben Fotos von dem verdächtigen Paket im Keller des Wohnhauses gemacht und an das LKA in Düsseldorf gesendet. Daraufhin entschieden die Experten in Düsseldorf: Sie müssen nicht ausrücken nach Balve. Sie haben das Rätsel um das Paket aus der Ferne gelöst.

Es handelt sich laut LKA um eine alte, russische Übungsmine - und damit auch um kyrillische Schrift auf dem Paket. Die Mine stellt augenscheinlich keine allzu große Gefahr dar. Der Experte des Kampfmittelräumdienstes holte das Paket aus dem Keller und wird es am Mittwoch (22. Dezember) ans LKA übergeben.

LKA angefordert

Damit ist der Einsatz nach rund vier Stunden für die 22 Feuerwehrkräfte, die Polizei und weiteren Kräfte beendet, die Dreikönigsgasse wird zeitnah wieder freigegeben.

Update von 20.08 Uhr: Es dürfte ein langer Abend werden für die Einsatzkräfte in Balves Zentrum: Denn nun stellt sich heraus, dass nicht der Kampfmittelräumdienst klären wird, was sich in dem Paket befindet. Ein Kampfmittel-Experte ist zwar vor Ort, doch nicht zuständig. Diese Experten sind gefragt, wenn Munition und Bomben aus dem Krieg auftauchen.

In diesem Fall in Balve sind aber Experten des Landeskriminalamts aus Düsseldorf gefragt und nun angefordert worden. Sie werden prüfen, ob und welche Schadstoffe aus dem Paket entwichen sind und was sich darin befindet. Bis die Experten vor Ort sind, wird es aber noch dauern.

Auch ein Experte des Kampfmittelräumdienstes ist vor Ort im Zentrum von Balve. Doch zuständig ist in diesem Fall das Landeskriminalamt, Experten werden erwartet, um das Paket zu unteruschen.
Auch ein Experte des Kampfmittelräumdienstes ist vor Ort im Zentrum von Balve. Doch zuständig ist in diesem Fall das Landeskriminalamt, Experten werden erwartet, um das Paket zu unteruschen. © Günter Cordes

Zwischenzeitlich hatte die Spezialeinheit der Feuerwehr Neuenrade mit sieben Kameraden im Keller des Hauses gemessen, ob sich Schadstoffe in der Luft befinden und welche das sein könnten. Da aber ein Fenster zum Lüften geöffnet wurde, fanden die Rettungskräfte keine Schadstoffkonzentration in der Luft.

Erstmeldung von Dienstag, 17.45 Uhr: Wegen Gasgeruch rückten die Feuerwehren aus Garbeck und Balve am frühen Dienstagabend (21. Dezember) zur Dreikönigsgasse mitten im Zentrum Balves aus. In dem Wohnhaus neben dem Hotel-Restaurant Drei Könige hatten Anwohner Alarm geschlagen.

Zunächst gab es Entwarnung: Vor Ort stellten die Rettungskräfte bei Messungen kein Gas in der Luft fest. Doch schließlich fanden sie bei der Suche nach der Ursache für den Gasgeruch im Keller ein Paket mit einer Aufschrift in nicht-lateinischer Schrift, von dem der Geruch ausgehen könnte.

Wegen Gasalarm: Die Dreikönigsgasse in Balve ist voll gesperrt.
Wegen Gasalarm: Die Dreikönigsgasse in Balve ist voll gesperrt. © Günter Cordes

Kampfmittelräumdienst angefordert

Ob dem so ist, ist bislang noch unklar. Eine Spezialeinheit der Neuenrader Wehr wurde nun angefordert, um das Paket näher in Augenschein zu nehmen und zu prüfen, ob und welche Schadstoffe aus dem Paket austreten. Auch der Kampfmittelräumdienst wurde alarmiert. Die Dreinkönigsgasse ist derzeit voll gesperrt.

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