Einsatz bei Chemie-Wocklum verläuft reibungslos

er Chemieunfall in Wocklum sorgte am Donnerstag für einen Großeinsatz mit mehr als 150 Einsatzkräften. Foto: van de Wall

BALVE -  „Alles läuft wieder ganz normal“ – einen Tag nach dem Chemieunfall war bei der „Chemie Wocklum“ bereits gestern Morgen wieder Ruhe eingekehrt. „Wir haben unseren Betrieb heute Morgen um sechs wieder wie üblich gestartet“, berichtete Ludwig Helleckes, der technische Leiter des Werkes gestern auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die beschädigte Leitung sei bereits abgebaut worden und werde keinen Gefahrenpunkt mehr darstellen, sagte Helleckes. An Verbesserungsmaßnahmen werde in einem Betrieb ohnehin immer wieder gearbeitet.

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Für Unfälle wie am Donnerstag greifen bei der Chemischen Fabrik die bestehenden Sicherheitskonzepte. Die verschiedenen Szenarien würden von Führungskreis und Mitarbeitern geprobt, erklärte Hellckes. Die geschulten Fachkräfte hätten daher auch nach dem Unfall am Donnerstag gleich umsichtig reagiert. Zum Zeitpunkt des Chemieunglücks hatten sich fünf Mitarbeiter in der Produktionshalle befunden.

Der Vorfall hatte am Donnerstag große Auswirkung gehabt und für einen Großeinsatz gesorgt. Mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW, DRK und den zuständigen Behörden waren nach Balve ausgerückt. Zu den angeforderten Helfern zählte auch der ABC-Messzug des Märkischen Kreises. Er besteht aus speziell für den Umgang mit gefährlichen Stoffen ausgebildeten Experten der Feuerwehren des Märkischen Kreises. Die Leitung des Einsatzes hatte Oliver Prior. Während des Einsatzes wurde auch Kontakt mit Fachkräften des Tuis aufgenommen, dem Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem des Verbandes der chemischen Industrie. „Besonders wenn mehrere chemische Stoffe zusammen kommen, ist es für uns stets besonders wichtig, genauestens zu wissen, wie sie reagieren“, berichtete Feuerwehrsprecher Kai Gaberle. Auch die Verantwortlichen der „Chemie Wocklum“ seien natürlich stets vor Ort gewesen. Der technische Leiter Ludwig Helleckes lobte gestern die gute Zusammenarbeit: „Die Rettungsmaschinerie der Feuerwehr hat 1a funktioniert“, sagte er.

Mehr als fünf Stunden waren Rettungskräfte am Donnerstag im Einsatz, nachdem im Chemiewerk ein Säurecontainer havariert war und eine Leitung beschädigt hatte, die Salpetersäure führte. Durch den Kontakt mit Metall war eine Wolke von giftigen Nitrose-Gasen entstanden, die für einen Großeinsatz im Werk sorgte.Von Simone Benninghaus

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