Einsätze der Feuerwehr werden teurer

BALVE ▪ Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am Montagabend dem Stadtrat einstimmig empfohlen, die Satzung über Angelegenheiten des Feuerschutzes und der Hilfeleistungen der Freiwilligen Feuerwehr neu zu formulieren.

Davon betroffen sind in erster Linie Veranstalter, die eine Brandsicherheitswache benötigen. Nach der neuen Satzung kann die Stadt die Kosten für diese Dienstleistung jetzt wesentlich differenzierter berechnen als bisher. Das ist nicht unbedingt von Vorteil für Veranstalter: Wer die Feuerwehr in Zukunft länger in Anspruch nimmt, muss auch mehr dafür bezahlen. Veranstalter konnten bisher beispielsweise bei einem Festival in der Balver Höhle von 15 Uhr bis Mitternacht die Brandsicherheitswache der Feuerwehr für den Pauschalbetrag von 204 Euro in Anspruch nehmen. Nach der neuen Satzung müssen sie dafür nun 320 Euro berappen. Die Brandsicherheitswache für ein abendfüllendes Konzert (20 bis 24 Uhr) würde nicht mehr wie bisher 102 Euro, sondern 200 Euro kosten.

Diese Steigerungen haben drei Gründe: Die Stadt hat ersten die Gebühren leicht angehoben und verlangt nun zweitens noch einmal zusätzliches Geld, wenn eine Veranstaltung länger als sechs Stunden dauert. Und drittens wird neuerdings auch ein Pauschalbetrag von 20 Euro für die Gestellung eines Fahrzeugs fällig, mit dem die Feuerwehr zum Veranstaltungsort fährt.

Mit der geänderten Satzung reagiert die Stadt Balve auf eine Forderung des Märkischen Kreises, der verlangt, dass Brandsicherheitswachen nur noch von den Feuerwehren und nicht von anderen Hilfsdiensten wahrgenommen werden dürfen. Veranstalter haben damit also keine Alternative mehr zur Inanspruchnahme der Feuerwehr. ▪ Von Volker Griese

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