185 Einsätze für Balver Feuerwehr

Wie schwer eine Sauerstoffflasche ist, das testete Alexander Schulte im Feuerwehrgerätehaus in Balve.

Balve - Die Sauerstoffflasche alleine ist schon schwer genug. Das stellt CDU-Ratsherr Alexander Schulte schnell fest. Die heimischen Brandbekämpfer müssen aber im Ernstfall deutlich mehr Gewicht schultern. „Die gesamte Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers wiegt etwa 35 Kilogramm“, erklärte Bodo von Düren, stellvertretender Löschgruppenführer der Balver Wehr, den Teilnehmern der Veranstaltungsreihe „CDU vor Ort“.

Von Julius Kolossa

Während des ersten Termins in diesem Jahr besuchten die Christdemokraten mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Guido Grote das Feuerwehrgerätehaus an der Hofstraße. Begrüßt wurden sie von Wehrleiter Frank Busche. Er wies darauf hin, dass Balve der Standort im Stadtgebiet mit den modernsten Fahrzeugen und Geräten sei. Mit der Löschgruppe Balve und den sechs Ortsteilen stünden insgesamt 190 aktive Kameraden bereit, darunter acht Frauen.

In der Freiwilligen Feuerwehr seien außerdem 22 Jugendliche aktiv; die Ehrenabteilung zählt 50 Mitglieder. Diese Zahl werde in diesem Jahr allerdings noch steigen, denn einige Kameraden würden nach Erreichen der Altersgrenze mit 60 Jahren und gegebenenfalls beantragter Verlängerung auf 63 Jahre, aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Diesbezüglich sprach sich Frank Busche für eine Anhebung der Höchstaltersgrenze für Feuerwehrleute in Zeiten des immer späteren Renteneintritts aus.

Hinter den Aktiven lag ein Jahr mit 185 Einsätzen, wie Frank Busche ausführte. Ein Hausbrand gehörte dazu, zwei Industriebrände, ein Großbrand in Küntrop, acht Kleinbrände, drei Fahrzeugbrände – darunter zwei Brandstiftungen, acht Verkehrsunfälle mit vier eingeklemmte Personen, 18 Ölspuren, acht Sturmschäden, und 65 Unwettereinsätze bei Starkregen. Zudem stoße die Feuerwehr mit 65 Brandsicherheitswachen in der Balver Höhle nun an die Leistungsgrenze.

Die 17 Gäste erfuhren Wissenswertes zu den Fahrzeugen, der Ausrüstung, aber auch dem Aufbau und der Struktur der Feuerwehr. Alle Türen standen offen, so dass die Kommunalpolitiker auch Platz hinter das Steuer des großen Löschfahrzeuges nehmen durften.

Als schwer und umständlich erwies sich für die Neulinge das eingangs erwähnte Anlegen einer Sauerstoffflasche. Beeindruckt waren sie, als ihnen die gesamte Ausrüstung erläutert wurde, mit der jeder Kamerad eines Atemschutzgerätetrupps in den Einsatz geht.

„Wir wollen wissen, worüber wir reden“, sagte Guido Grote. „Vor dem Hintergrund der Erstellung des Brandschutzbedarfsplans ist es wichtig für uns, über die Funktion und den Aufbau der Feuerwehr informiert zu sein.“ Diese Informationen würden mit in die Beratungen der Fraktion vor der Sitzungsperiode einfließen.

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