Bau eines Multifunktionsheims: SuS Beckum stellt Großprojekt vor

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So soll es aussehen, das neue Multifunktionsheim auf der Sportanlage in Beckum.

Beckum - Im Jubiläumsjahr 2020 möchte der SuS Beckum nicht nur sein 100-jähriges Bestehen feiern, sondern auch sein neues Multifunktionsheim auf der Sportanlage einweihen.

„Der Neubau hat mehr Wert als eine Sanierung des jetzigen Altbestandes“, erklärte der 2. Vorsitzende Claudius Spelsberg am Donnerstagabend in eben jener Holzhütte, die längst kein Schmückstück mehr und in die Jahre gekommen ist, das 200 000-Euro-Projekt. 

Drei Stunden würden benötigt, um die Hütte vor Veranstaltungen zu heizen. Sonst werde sie hauptsächlich als Lagerort genutzt. „Sie ist kein Treffpunkt für unsere Mitglieder und das Dorf“, sagte Spelsberg. Ein solcher soll mit dem neuen Heim nach Vorstellungen der Projektgruppe um Spelsberg, Johannes Schulte, Stephan Dunker und Heiko Schweitzer, die sich seit Juni mit den Planungen beschäftigt, aber auf der Sportanlage geschaffen werden. 

Die alte Holzhütte soll dem Neubau weichen.

Das Multifunktionsheim soll Heimat für die Mannschaften des SuS sein, aber auch ein Ort für das ganze Dorf. „Aber mit Aufenthaltsqualität“, sagte Schulte. „Unser neues Heim soll sportlichen und sozialen Anforderungen gerecht werden.“ Und dies als Treffpunkt nach Spielen, aber auch für Seminare, Trainingslager, Zeltlager und Gymnastikkurse. Weil es direkt an der Waldroute liegt, sollen auch Wanderer hier einkehren können. 

Breitensport soll wieder stattfinden 

Gerne möchte der SuS zudem wieder ein Breitensportangebot unterbreiten. Noch vor einigen Jahren trainierten bis zu 70 Kinder in verschiedenen Sportarten auf der Anlage „Zur Hinsel“. Weil aber die Räumlichkeiten nicht mehr gegeben waren, wanderten die Mädchen und Jungen ab. Ebenso die Frauen, die ihre Kurse inzwischen in der Aula der Grundschule absolvieren. Auch diese sollen bald wieder zurückkehren. 

Weil es sich bei dem Bau des Heims um ein durch die Leaderregion Sorpesee gefördertes Projekt handelt, werden 133 000 Euro und damit 65 Prozent der Gesamtkosten von 205 000 Euro durch Fördermittel gedeckt. Ausgeschrieben werden können die Arbeiten deshalb auch erst nach dem finalen Okay der Leader-Verantwortlichen. „Ich bin da aber sehr zuversichtlich, dass dieses noch im Laufe des Februars kommt“, sagte Schulte. Immerhin seien die Anträge bei der Bezirksregierung Arnsberg als der zuständigen Förderstelle frühzeitig eingereicht worden. Mit einer sechsstelligen Fördersumme ist dieses Bauprojekt das finanziell bislang größte der vielen Leaderprojekte in der Region. 

Eigenanteil von 72 000 Euro

Den Eigenanteil von 72 000 Euro will der Verein durch Eigenleistungen beim Bau und verschiedene Spendenaktionen stemmen. „Stein für Stein für unseren Verein“, lautet das Motto einer Bausteinaktion, bei der Interessierte Bau- und Grundsteine des Heims zu verschiedenen Preisen kaufen können. Über Crowdfunding mit der Volksbank sollen weitere Gelder gewonnen werden. „Wir müssen in zwei Wochen 100 Fans für unser Projekt gewinnen, dann gehen wir damit an den Start“, so Spelsberg. Insgesamt sollen über diesen Weg der Schwarmfinanzierung 15 000 Euro in nur drei Monaten zusammenkommen. Zudem werden weitere Ideen gesammelt, um Spenden zu ermöglichen. Während der Versammlung wurden Autowasch- und Waffelbackaktionen vorgeschlagen. 

Um Geld in die Kasse zu spülen, sind ein Abrissfest und eine Einsegnungsfeier geplant. Einigen müssen sich die Vereinsmitglieder noch auf einen Namen für das Multifunktionsheim. 

An den Bau knüpft Johannes Schulte große Hoffnungen: „Das Großprojekt soll nicht nur für den SuS, sondern auch für Beckum einen Mehrwert haben.“

Das Projekt

Das Multifunktionsheim mit einer Grundfläche von 160 Quadratmetern soll in Massivbauweise errichtet werden. Herzstück wird ein mehr als 90 Quadratmete großer Raum, der mit Theke und Zapfanlage, Möbeln, Kicker und Dartmöglichkeit zum Treffpunkt für Sportler und Dorfbewohner werden soll. Der Raum bekommt einen Holzfußboden mit Fußbodenheizung.

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