Bei einer Führung durch das Schloss gibt es viel zu entdecken

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Rudolf Rath (2. von rechts) führt Besucher durch das Schloss. ▪

WOCKLUM ▪ Welche Kunststücke und welcher Prunk sich hinter den Mauern von Schloss Wocklum verbirgt, hätten viele Besucher nicht für möglich gehalten. Gerade Balver, die das Wasserschloss seit Jahren von außen kennen, sind immer begeistert, wenn sie an einer der begehrten Schlossführungen mit Rudolf Rath während der Landpartie teilnehmen.

Etwa eine halbe Stunde benötigt der 68-Jährige, um die Gäste durch die Räume zu führen. Dabei überschüttet er seine Zuhörer nicht mit einem Wust an Jahreszahlen. Er setzt eher auf Anekdoten, die sich rund um die Schätze im Innern ranken, und lenkt den Blick auf ausgewählte Details. Dem Publikum gefällt’s. Aufmerksam lauscht es seinen Worten.

Auch dem Führer wird es nie langweilig. Denn jede Runde durch das Schloss ist anders – je nach Gästen und Tageszeit. Gestern Morgen zum Beispiel: Durch den Hintereingang sind die Besucher gekommen. „Dadurch kommen nur unsere liebsten Gäste.“ Weiter erzählt Rath: „Das Schloss ist ein Wohnhaus, kein Museum.“ Deshalb dürfe man auch (fast) alles anfassen. Im ersten Saal lenkt er den Blick auf den großen Tisch: „Jeder Innenminister aus NRW hat mindestens einmal an diesem Tisch gesessen.“ Der Grund: Graf Landsberg-Velen war unter anderem jahrelang Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und Vizepräsident des Weltreiter-Verbandes.

Die großen Alabaster-Vasen in einem stuckverzierten Salon der Barock-Zeit gehörten einst Jérôme Bonaparte, dem Bruder Napoleons. Ein aufwändig gearbeiteter Schrank war ein Geschenk von Philipp III. von Spanien. Allerlei Geheimfächer verbergen sich darin. „Ich weiß nicht, wer was vor wem versteckt hat“, sagt Rudolf Rath, „aber Möglichkeiten gab’s genug.“ Und so gibt es noch viel mehr Kostbarkeiten zu entdecken. ▪ acn

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