Eine Übersicht

Ein Jahr, viele Projekte: Das ist für 2021 in Balve geplant

Die aufwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten im und am Haus Mines am Drostenplatz sollen spätestens im Februar beendet sein.
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Die aufwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten im und am Haus Mines am Drostenplatz sollen spätestens im Februar beendet sein.

2021 wird ein Jahr, in dem in der Hönnestadt Balve einige größere Bauprojekte abgeschlossen werden sollen. Es finden aber auch einige erste Spatenstiche für Neubauten oder Umgestaltungsmaßnahmen statt.

Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) gibt im Gespräch mit der Redaktion einen Überblick.

Haus Mines

Die Arbeiten am Haus Mines am Drostenplatz sollen Ende Januar/Anfang Februar abgeschlossen sein. „Trotz vieler Schwierigkeiten, die sich während der Sanierung einer solchen Immobilie ergeben, sind wir sehr zügig in der Umsetzung gewesen“, so Mühling. Viele Jahre stand dieses ehemalige Wohnhaus leer, bis es 2019 von der Stadt Balve gekauft wurde, um diese Immobilie umzubauen und anschließend als Standesamt mit Vereins- und Begegnungszentrum nutzen zu können. Ende November 2019 wurde mit der Kernsanierung begonnen: „Die veranschlagten Kosten betragen rund 590 000 Euro, die zu 70 Prozent durch Land und Bund gefördert werden“, sagt Mühling.

Parkanlage an der St.-Blasius-Kirche

Mit neuen Ideen und hohem Nachhaltigkeitsfaktor soll die Parkanlage an der St.-Blasius-Kirche umgestaltet werden – so hat es der Rat in seiner Sitzung am 9. Dezember einstimmig beschlossen. In Abstimmung mit der Kirchengemeinde erarbeitete die Verwaltung ein Konzept mit Streuobstbereich, Wildblumenwiese, Bienenhotel und Schwalbenhaus. Der seit einigen Jahren außer Betrieb befindliche Brunnen soll in eine Wasserzone umgestaltet werden. Etwa 200 000 Euro kostet diese Umgestaltung der 4500 Quadratmeter großen Fläche. 70 Prozent der Gesamtsumme werden durch Mittel aus dem Topf der Städtebauförderung gedeckt. „Die Ausführung ist für Ende 2021/Anfang 2022 vorgesehen. Die Umsetzung hängt vom Baufortschritt des neuen Pfarrzentrums ab“, sagt Mühling. Hier haben die Arbeiten nach vielen Verzögerungen mittlerweile begonnen.

Feuerwehrgerätehaus Sanssouci und B 229n

Viel Planungsarbeit hat die Verwaltung in das neue Feuerwehrgerätehaus in Sanssouci für die Löschgruppen aus Beckum und Volkringhausen gesteckt. Mühling: „Der Baubeginn ist frühestens zum Ende des Jahres zu erwarten.“ Dieser hänge vom Eingang der Baugenehmigung nach dem Bebauungsplanverfahren ab. Mit diesem Neubau hängt die 1,2 Kilometer lange Ortsumgehung B 229n von Sanssouci nach Wocklum mit zwei Kreisverkehren (36 und 45 Meter Durchmesser) zusammen – ein von Straßen.NRW geleitetes, fünfeinhalb Millionen Euro teures Projekt. Pressesprecher Andreas Berg teilt auf Anfrage mit, dass im Laufe des Jahres für die ehemalige Industrieanlage der Firma Stockmeier im Zuge der künftigen Trassenführung ein Abbruch- und Entsorgungskonzept aufgestellt werde: „Nach derzeitiger Schätzung wird im Spätherbst 2021 abgerissen.“ Weil die Trasse über das ehemalige Stockmeier-Gelände verlaufen soll, kann mit den eigentlichen Arbeiten für die B 229n in diesem Bereich erst im Anschluss begonnen werden. Für das neue Gerätehaus sind der Bebauungsplan und die Flächennutzungsplanänderung durch den Rat am 9. Dezember beschlossen worden; der Bauantrag wird Anfang 2021 beim Märkischen Kreis eingereicht. Den Planungen als solches, hat der Rat bereits im Sommer zugestimmt. Wenn dann das neue Feuerwehrgerätehaus steht, werden die bisher genutzten Standorte an der Kapellenstraße und der Arnsberger Straße nicht mehr benötigt. In Volkringhausen wird deshalb bereits ein Abriss überlegt, um so neue Bauplätze zu schaffen.

Ortsmitte Garbeck

Einstimmig sprach sich der Rat Ende 2020 dafür aus, die Neugestaltung der Ortsmitte in Garbeck an der Märkischen Straße anzugehen. Erste Planungen waren der Öffentlichkeit bereits 2016 vorgestellt worden, anschließend hatte sich der Baustart mehrfach verzögert. Nun soll es 2021 endlich klappen. Etwa 185 Meter werden umgestaltet als verkehrsberuhigter Bereich, der optisch und ökologisch aufgewertet werden soll. Über den dann aufgeweiteten Garbach sind zwei Überfahrten für Rettungsfahrzeuge und Anliegerverkehr vorgesehen, außerdem muss der Verlauf der Vorfahrtstraße geändert werden. Baubeginn soll ab April sein; die Bauzeit für das Gesamtprojekt ist mit etwa 15 Monaten veranschlagt.

Hönne-Renaturierung

Vorgesehen ist, den Bereich zwischen der Einfahrt „Kormke“ und der Brücke zum Schulzentrum zu renaturieren. Die Planungen und der Grunderwerb laufen, die Beantragung von Fördermitteln erfolgt 2021, die Ausführung ist für 2022 vorgesehen.

Baugebiet Schmandsack

Der Bebauungsplanentwurf ist durch den Rat der Stadt Balve beschlossen worden. Dieser geht Anfang 2021 in das Beteiligungsverfahren. Der Plan sollte im Laufe des Jahres rechtskräftig werden. Die Erschließungsarbeiten könnten dann in 2022 erfolgen.

Geschichtspark Balve

Die Sehenswürdigkeiten in Balve, in denen viel Geschichte steckt (St.-Blasius-Kirche, Höhle, Schloss, Reitturnieranlage, die Reste einer Wallburg, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und die Luisenhütte), sollen in einem Gesamtkonzept als Geschichtspark erschlossen werden. Hierfür ist ein neuer Rundweg mit QR-Codes an 16 Hinweistafeln vorgesehen, aber auch die Modernisierung des Zugangsbereichs an der Höhle. Hier sollen Führungen angeboten werden; außerdem soll eine Infosäule aufgestellt werden. In der Luisenhütte möchten die Verantwortlichen eine Übersichtskarte des Geschichtsparks installieren, so dass Informationen über alle Sehenswürdigkeiten zentral abgerufen werden können. „Die Fördermittel sind über das Programm ,Heimatzeugnis’ durch den Förderverein Luisenhütte beantragt“, sagt Bürgermeister Mühling. „Wir hoffen auf eine positiven Bescheid Anfang 2021.“ Vorgesehene Gesamtinvestitionen: 981 000 Euro bei einer Förderung von 90 Prozent. Den Eigenanteil teilen sich der Märkische Kreis und die Stadt Balve.

Dorfpark Mellen

Die Planung ist durch den Rat verabschiedet und im Dorf kommuniziert worden. Der entsprechende Förderantrag ist über das Dorferneuerungsprogramm gestellt worden: „Wenn wir eine Förderung erhalten, könnte die Umsetzung in der zweiten Jahreshälfte erfolgen“, sagt das Stadtoberhaupt.

Breitbandausbau

Schnelles Internet kommt 2021 in die Hönnestadt. „Die Telekom will im Frühjahr mit der Verlegung der Glasfaserkabel im Stadtgebiet beginnen“, sagt Hubertus Mühling. Dabei werde die ausführende Firma mit einer Vielzahl von Baukolonnen in Balve tätig werden. „Wir stimmen zurzeit die Bautrassen ab.“

Laufbahn Krumpaul

Hier wird eine neue Runde eingeläutet, nachdem 2020 ein Unternehmen aus Dortmund eigentlich bereits mit dem Umbau der Aschen- in eine Tartanbahn beginnen sollte. Die Firma ließ jedoch mehrere von der Stadt gesetzte Fristen verstreichen, rief stattdessen plötzlich höhere Kosten auf. Diese hätten noch einmal einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag ausgemacht. Die Auseinandersetzung endete schließlich mit der Annullierung des Auftrags. Inzwischen seien für dieses Projekt Fördergelder beim „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ des Landes beantragt worden. „Dieses Programm wurde erst im Sommer aufgelegt und hat nichts mit der Sportstättenförderung an die Vereine zu tun“, so Hubertus Mühling. „Bis dato sind wir zwar noch nicht zum Zug gekommen. Das Programm wird aber fortlaufend mit neuen Mitteln ,gefüttert’ und unser Antrag bleibt bestehen Rennen. Wir hoffen auf das Frühjahr 2021.“ Das Gesamtvolumen würde bei einer Förderung (bis zu 90 Prozent) etwa 300 000 Euro betragen.

Hoffmeisterstraße

Auch diese Planung für die Umgestaltung der Straße ist durch den Rat im Dezember verabschiedet worden. Die Förderung über die Städtebauförderung ist beantragt. „Ich rechne mit einer Bewilligung im Frühjahr 2021. Die Ausschreibung der Maßnahme würde dann zeitnah erfolgen“, sagt Mühling.

Park in Eisborn

Hierzu gibt es noch keine konkrete Planung: „Die Nutzung/Umgestaltung hängt noch mit vielen Fragen rund um Eisborn zusammen“, sagt der Bürgermeister.

L 686 in Langenholthausen

Die Sanierung der Landstraße auf einer Länge von rund einem Kilometer ist nach derzeitiger Planung für die zweite Jahreshälfte geplant, wie Straßen.NRW-Pressesprecher Andreas Berg erklärt. Dabei soll der gesamte Straßenaufbau erneuert werden. Die Ausschreibung solle bis Ende Juni erfolgt sein. „Zur Kostenhöhe werden derzeit keine Angaben gemacht“, sagt Berg.

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