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„Ein Desaster“: Wichtige Bahnstrecke im MK bis Mitte Februar gesperrt

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Von: Julius Kolossa

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Zwischen Menden und Neuenrade fährt die Hönnetalbahn ab dem 11. April für drei Wochen nicht.
Die Hönnetalbahn fährt vorerst nicht. Der Zugverkehr auf der gesamten Strecke ist bis Mitte Februar 2023 eingestellt. © Eisenbahnfreunde Hönnetal

Alle Bahnreisenden, die über Weihnachten und den Jahreswechsel die Züge der Hönnetalbahn nutzen wollten, müssen nun umplanen oder auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen umsteigen und damit deutlich längere Fahrtzeiten einplanen.

Denn einmal mehr fahren ab sofort auch auf dem Streckenabschnitt zwischen Fröndenberg und Neuenrade keine Züge – und dies mindestens bis zum 12. Februar 2023.

Die Bahn begründetet das auf ihrem Reiseauskunft-Portal im Internet mit einer „stark eingeschränkten Fahrzeugverfügbarkeit und einer Reparatur an der Strecke“. Zudem soll der Krankenstand beim Personal hoch sein.

Zugverkehr komplett eingestellt

Weil auch zwischen Unna und Fröndenberg schon seit Monaten und mindestens noch bis Ende 2023 keine Züge fahren, weil Dachse den Bahndamm unterhöhlt haben, ist der Zugverkehr der Hönnetalbahn (RB 54) nun komplett eingestellt. Bis einschließlich Freitag, 23. Dezember, hat die Bahn zunächst einen Busnotverkehr mit einem Bus der Firma Bieser-Reisen und drei Bussen der Firma Schiwy eingerichtet. Ab Heiligabend, 24. Dezember, soll ein Schienenersatzverkehr mit Bussen nach festem Fahrplan installiert werden. Der Fahrplan ist online zu finden unter zuginfo.nrw.

Schon ab Mitte November hatten die Bahnfahrer im Hönnetal für rund drei Wochen auf Busse umsteigen müssen, weil die Bahn zwischen Menden und Neuenrade Schienen, Schotter und Gleise erneuern ließ. Nun also ersetzen erneut Busse die Züge der RB 54.

Ausnahme an Heiligabend

Auf die beliebten Fahrten mit dem Weihnachtsmann in der Hönnetalbahn am 24. Dezember müssen die vielen Fans dieser Aktion der Eisenbahnfreunde Hönnetal nach den coronabedingten Absagen 2020 und 2021 in diesem Jahr aber dennoch nicht erneut verzichten. Stand Mittwoch soll die Hönnetalbahn an Heiligabend fahren, wie Markus Hüsken, Vorsitzender der Eisenbahnfreunde, auf Nachfrage der Redaktion sagte: „Es ist geplant, dass eine fahrplanmäßige zweistündige Taktung am 24. Dezember gewährleistet ist. Der Zug mit dem Weihnachtsmann an Bord fährt dann um 8, 10 und 12 Uhr von Fröndenberg aus, und von Neuenrade um 9, 11 und 13 Uhr.“ Am Bahnhof Binolen wird der Weihnachtsmann von 9 bis 12 Uhr vor Ort sein und dort ebenfalls Süßigkeiten an die Kinder verteilen.

Nachdem Hüsken von der Streckensperrung erfahren hatte, setzte sich der Vorsitzende sofort mit den Verantwortlichen des Zweckverbandes Ruhr-Lippe in Verbindung, die sich ebenfalls dafür eingesetzt hätten, dass die Bahn zumindest am 24. Dezember verkehrt. „Wir hoffen jetzt nur, dass diese Zugfahrten auch tatsächlich stattfinden“, sagte Markus Hüsken, der ansonsten sichtlich geschockt auf die neuerliche Streckensperrung reagierte: „Diese Zugausfälle sind ein Desaster für die Hönnetalbahn.

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