Ehrenteller der Schützen für Reinhold Menge

Volker Kolossa hatte seit 1998 dafür gesorgt, dass es einen Vogel gab, auf welchen in Volkringhausen geschossen werden durfte. Ein Nachfolger für Kolossa ist indes noch nicht gefunden.

VOLKRINGHAUSEN - Der Namenstag des Heiligen Hubertus – Patron der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Volkringhausen – war am Sonntag Anlass für eine Hubertusfeier. Die Andacht wurde von Diakon Gerd Eisenberg gehalten.

„Schützen sind damals wie heute für ihre Mitmenschen da“, stellte der Geistliche, der zum ersten Mal an der Patronatsfeier teilnahm, fest. „Schützenbrüder stehen in der Tradition der Gemeinschaft und der Liebe zu Gott.“ Mitgestaltet wurde die Andacht im Speiseraum der Schützenhalle von einem Bläserquartett des Musikverein Amicitia Garbeck.

Etwa 60 Schützen – darunter Vorstand, Königspaar Wolfgang und Roswitha Lamm, Ehrenbrudermeister Bernhard Neuhaus, Jungschützen und Ortsvorsteher Hubertus Schweitzer sowie Bürgermeister Hubertus Mühling – nahmen an der Feierstunde teil.

In Vertretung für den verhinderten Brudermeister Stephan Neuhaus und seinen Stellvertreter Ulrich Schmidt nahm Kassierer Daniel Strauß die Ehrungen vor. Vier Schützenbrüder sollten für 40-jährige Mitgliedschaft, sechs weitere für 25 Jahre geehrt werden – allerdings war nur Hellmuth Levermann anwesend, um seinen Orden für 40-jährige Treue in Empfang zu nehmen.

Die noch ausstehenden neun Ehrungen werden im Rahmen der Jahreshauptversammlung nachgeholt: Ferid Kutmann, Heribert König, Franz-Josef Severin (40 Jahre), Jörg Bösterling, Uwe Honert, Andreas Terhorst, Martin Wächter, Markus Neuhaus und Michael Bürger (25).

Der Ehrenteller wurde – erstmals wieder nach vielen Jahren – verliehen, und zwar an Reinhold Menge. 1975 wurde er ins Offizierskorps gewählt, und war seitdem als Fähnrich tätig. An seiner Uniformjacke hängen viel Ehrungen des Sauerländer Schützenbundes, zu Hause hängt an der Wand der Wappenteller. Eigentlich wollte er schon 2012 sein Amt aufgeben, entschied sich aber im Rahmen der Generalversammlung für eine einjährige Verlängerung, so dass er in diesem Jahr nach 38 Jahren als Fähnrich aus dem Offizeriskorps austritt.

Zum Vorstandsmitglied ehrenhalber wurde Sandro Schwabbauer ernannt. Seit 1994 im Offizierskorps, erhielt er sechs Jahre später den Orden für Verdienste. 2005 wurde er Zugführer, 2006 Schriftführer. Im selben Jahr wurde er mit dem Orden für Besondere Verdienste ausgezeichnet. Schützenkönig wurde er 2009, im Januar 2013 hat er seine Schriftführer-Funktion aus beruflichen Gründen aufgeben müssen.

Volker Kolossa sorgte seit 1998 dafür, dass in Volkringhausen auf einen Vogel geschossen werden durfte. „Dieses Jahr ist Schluss“, hatte er vor dem Schützenfest gesagt – für seinen Einsatz bekam er eine Urkunde. Erste Gespräche mit dem potentiellen neuen Vogelbauer Christian Paul hätten bereits stattgefunden. Eine Entscheidung stehe noch aus. - Julius Kolossa

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