Ehrenamtler im Mittelpunkt

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Bürgermeister Hubertus Mühling (r.) zeichnete gestern Abend Agnes Cordes und Günter Brücker (2.v.r.) für ihr freiwilliges soziales Engagement in der Seniorenwohnanlage St. Johannes aus. Zu den Geehrte gehört auch Albin Köck - er war aus gesundheitlichen Gründen verhindert und wurde von seinem Sohn Ottmar (l.) vertreten. ▪

BALVE ▪ Agnes Cordes, Günter Brücker und Albin Köck wurden gestern Abend stellvertretend für die etwa 30 ehrenamtlichen Helfer in der Seniorenwohnanlage St. Johannes von Bürgermeister Hubertus Mühling mit dem Ehrenteller der Stadt Balve ausgezeichnet.

„Manchmal könnte man ja meinen, dass die Tätigkeit für andere, dass selbstloses Tun in unserer Gesellschaft nicht hoch im Kurs steht“, sagte Mühling eingangs einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses. „Doch vielleicht entsteht dieser Eindruck nur deshalb, weil über den unspektakulären täglichen Einsatz für andere oder für eine gute Sache nur selten berichtet wird.“ Das stille Wirken im Hintergrund habe kaum Nachrichtenwert. „Das heißt nicht, dass es dieses Wirken nicht gäbe.“ Jeder dritte Erwachsene Deutsche, so Mühling, betätigte sich ehrenamtlich. 22 Millionen engagieren sich in Vereinen, Wohltätigkeitsorganisationen, Arbeitskreisen und Selbsthilfegruppen, informierte das Stadtoberhaupt. Die Bedeutung des Ehrenamts könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. „Unsere ganze Gesellschaft kann nur so funktionieren, wie sie funktioniert, weil es ehrenamtlich Tätige in großer Zahl gibt.“

Im konkreten Balver Fall stellte Mühling das freiwillige soziale Engagement in der Seniorenwohnanlage St. Johannes heraus. Dank der Ehrenamtler treffen sich Nähgruppen, es finden Waffelbacknachmittage statt, es gibt Begleit- und Fahrdienste und ohne die Helfer im Hintergrund könnte kein Gottesdienst abgehalten werden. Die zahlreichen Dienste der Ehrenamtler für die Bewohner werden in ein Qualitätsmanagementhandbuch durch den Träger des Hauses geschrieben, weiß Mühling. Außerdem sind die Ehrenamtler Interessensvertreter und Bindeglied zwischen Bewohnern und der Gesellschaft außerhalb der Wohnanlage. „Für dieses hohe soziale und karitative Engagement gebührt diesen Menschen heute unser ganz besonderer Dank.“

Albin Köck, der aus gesundheitlichen Gründen gestern Abend nicht anwesend sein konnte, und Agnes Cordes sind Helfer der ersten Stunde des Wohnheims, berichtete der Bürgermeister. Seit 1995 unterstützen die beiden ununterbrochen die Messfeiern in der Hauskapelle – Köck an der Orgel, Cordes als Lektorin. Die Ehrenamtliche rief zudem die Waffelbacknachmittage ins Leben; Köck bereichert die Treffen in der Wohnanlage mit plattdeutscher Sprache. Seit 1998 zeichnet Günter Brückner für die musikalische Gestaltung der Nachmittage verantwortlich, wobei er häufig von seiner Frau Barbara unterstützt wird. „Die hier geschaffene Musikgruppe besteht in der Regel aus 40 bis 50 Personen und wird häufig auch durch Hausgäste spontan unterstützt“, so Mühling. „Ebenso bereichert Günter Brücker mit seinem Chor durch Besuche in der Wohnanlage das alltägliche Leben.“ ▪ sr

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