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Schule Krumpaul: Zuerst ein Kindergarten

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Von: Julius Kolossa

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Der gesamte Schulkomplex der ehemaligen Hauptschule am Krumpaul soll als „Qaurtier an der Hönne“ überplant werden. CDU und Verwaltung lassen sich bewusst Zeit.
Der gesamte Schulkomplex der ehemaligen Hauptschule am Krumpaul soll als „Qaurtier an der Hönne“ überplant werden. CDU und Verwaltung lassen sich bewusst Zeit. © Kolossa

Von der Hauptschule am Krumpaul stehen nur noch die Gebäudeteile. Nach 50 Jahren wurden die übriggebliebenen Schüler entlassen, die allerletzte Lehrerkonferenz fand vor den Sommerferien statt, mit der das Kapitel „Balver Hauptschule“ endgültig beendet wurde. Wie geht es dort weiter?

Balve - Im vergangenen Jahr wurden von der CDU-Fraktion in einem eigens dafür eingerichteten Arbeitskreis die Weichen gestellt, diesen Standort unter dem Motto: „Quartier an der Hönne“ als Begegnungsstätte der Generationen neu zu gestalten. Doch einen Termin für den ersten Spatenstich gibt es nicht, jedenfalls nicht mehr in diesem Jahr. Das Gebäudeensemble bleibt vorerst erhalten. Robin Vorsmann, Pressesprecher der CDU-Fraktion, lieferte auf Nachfrage der Redaktion die Begründung dafür schriftlich: „Im Frühjahr galt es auch für unsere Stadt mit den Folgen des Krieges in der Ukraine umzugehen. Das führte dazu, dass durch die Stadtverwaltungen Planungen angestellt wurden, um die Hauptschule als mögliche Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge zu nutzen. Aufgrund der feststehenden Fristen für Förderanträge war vor diesem Hintergrund eine rechtzeitige Einreichung des Projektes bei der Bezirksregierung nicht möglich. Auch der noch laufende Betrieb des Testzentrums sollte nicht beeinflusst werden.“

Nach wie vor werde interfraktionell das Thema diskutiert, sei der Hauptschule-Standort doch eine ideale Basis für ein Zukunftsprojekt und die Chance für einen Neugestaltung. Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Matthias Streiter, erklärt dazu: „Das Quartier an der Hönne ist für uns weiter ein wichtiger Baustein in der Stadtentwicklung. Leider konnte die Beantragung nicht bis zur bestehenden Frist erfolgen. Aber natürlich sind wir als CDU-Fraktion, aber auch die Stadtverwaltung weiter an diesem Thema dran. Uns ist es auch wichtig, bei dieser großen Investition für die Zukunft unserer Stadt nichts übers Knie zu brechen. Das Konzept und auch die Finanzierung müssen Hand und Fuß haben. Auch ist weiter die Beteiligung der Bevölkerung, der Vereine und aller Akteure wichtig. Wir haben nun etwas mehr Zeit, um gemeinsam ein wirklich rundes und starkes Konzept für das zukünftige Quartier an der Hönne zu entwickeln. Die bisherigen Planungen durch die Büros sind sehr vielversprechend und wir können darauf aufbauen. Nun geht es ins Feintuning. Dafür werden wir uns die nötige Zeit nehmen, um etwas zu schaffen, das die Stadt Balve weiterbringt, das wir auch finanziell stemmen können und für das entsprechende Fördermittel abgerufen werden können.“

Für die CDU-Fraktion stehe an erster Stelle in den Planungen für das Areal, schnellstmöglich einen Kindergarten zu bauen. Aber auch insgesamt soll das Quartier weiterhin gesamtheitlich entwickelt werden. „Unser Ziel ist es, bis zum September des kommenden Jahres einen Förderantrag zu stellen, das ist die nächste realistische Frist. Für weitere Anregungen und Ideen sind wir im weiteren Verlauf immer offen.“

Die Stadtverwaltung stehe bereits im guten Kontakt zur Bezirksregierung, um den Rahmen sowie Bedingungen für die mögliche Förderung zu klären. Im Verfahren werden weitere Formen der Bürgerbeteiligung zum Tragen kommen, bei denen die Bevölkerung und auch die Vereine nochmals intensiv beteiligt werden.

Im vergangenen Jahr stellten drei Architekturbüros ihre Planungsentwürfe im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau vor. Den Zuschlag für das Fortsetzen der Planungen für das „Quartier an der Hönne“ erhielt seinerzeit das Büro Loth aus Siegen. Dabei wurden Vorschläge der CDU-Fraktion zugrunde gelegt, die auch unter Beteiligung von Vorschlägen aus der Bevölkerung aus einem Wettbewerb der CDU zustande kamen: Generationentreffpunkt: Raum für alle Generationen (Begegnungsstätte, Seniorentreff, Jugendzentrum); Innovativer Bildungscampus im Rahmen eines Gesamtkonzeptes mit KITA, GS, VHS; Kultur und Sport: Versammlungs- / Veranstaltungsstätte, Räumlichkeiten für Vereine, Abenteuerspielplatz, Soccer Court, Bike-Arena und weitere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung; Anbindung zur Realschule: Mensa / Gastronomie im Hinblick auf Ganztagsbetreuung; Möglichkeit zur Schaffung von Coworking-Arbeitsplätzen.

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