Ressourcen sparen mal anders

Auf dem Drostenplatz: Passanten greifen beherzt zum Klopapier

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Balve – Rund 18 Kilogramm Hygienepapier verbraucht ein Mensch durchschnittlich pro Jahr. Wie viel Energie und Ressourcen eingespart werden können, wenn dabei auf recyceltes Toilettenpapier gesetzt wird, erklärten gestern die Mitglieder des Vereins Hönnetal im Wandel.

Auf dem Drostenplatz positionierten sie sich mit einem sogenannten Fühlstand vor dem Markant-Markt. Mehrere verschiedene Arten von Recycling-Klopapier hingen auf dem Stand für Interessierte mit Fingerspitzengefühl bereit. „Viele denken immer noch, Recycling-Klopapier ist wie Schmiergelpapier“, sagte Vereinsmitglied Sabine Biehs-Romann. Mit diesem Vorurteil sollte am Fühlstand ein für alle Mal aufgeräumt werden.

„Man kann mit wenig Umstand und wenigen Kosten viel bewirken“, betonte Biehs-Romann. Pro Kilogramm Toilettenpapier werden bei der Herstellung 2,2 Kilogramm Holz benötigt. Dieses Holz könne man durch das Recycling-Papier sparen; ebenso wie Energie und Chemikalien. Der Fühlstand machte einige Passanten aufmerksam.

Zufällig kam auch Volker Klüter zum Stand. Er konnte als Prokurist bei der Firma Wepa International, einem großen Toiletten- und Hygienepapierhersteller, mit viel Fachwissen aufwarten. Neben dem Papier war in den Gesprächen auch die Plastikverpackung ein Thema. Klüter erklärte: „Die Folie ist gar nicht so schlecht, wie man oft denkt.

Sie kann zu 100 Prozent recycelt werden. Mit Papier ginge das in diesem Fall nicht, weil es an der Klebestelle speziell beschichtet werden müsste.“ Sabine Biehs-Romann gab außerdem den Tipp: „Wenn man die Verpackung vorsichtig entlang der kurzen Kante auftrennt, kann man sie auch gut als Müllbeutel für den Badmülleimer verwenden.“

Die nächste Veranstaltung des Vereins findet am Dienstag, 19. November um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Balve statt. Auch dort soll es um Umwelttipps gehen. Biehs-Romann betonte: „Uns ist der Austausch miteinander sehr wichtig. Jeder hat seine eigenen kleinen Tipps zum Thema und deshalb kann jeder von jedem lernen.“

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