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Restaurant im MK schließt: „Sehr, sehr herausfordernde Jahre“ für Pächterin

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Von: Julius Kolossa

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Pächterin Katharina Hohmann stellt im „Drostenkeller“ zum 31. Oktober den Betrieb ein.v
Pächterin Katharina Hohmann stellt im „Drostenkeller“ zum 31. Oktober den Betrieb ein. © Kolossa, Julius

Die Freude vieler Balver anlässlich der Eröffnung vor drei Jahren war groß, nun werden sie erneut auf die Gastronomie im „Drostenkeller“ verzichten müssen. Pächterin Katharina Hohmann stellt den Betrieb zum 31. Oktober ein. Die Suche nach einem Nachfolger laufe bereits.

Balve - Der „Drostenkeller“ ist geschlossen – und macht unter der Leitung der bisherigen Pächterin Katharina Hohmann auch nicht mehr auf. Bereits zum 31. Oktober werde der Restaurant-Betrieb eingestellt. „Das Zusammenwirken verschiedener Aspekte, unter anderem der Personalmangel, erlaubt mir leider keinen Weiterbetrieb“, erklärt Hohmann. „Die vergangenen drei Jahre waren sehr herausfordernd, leider zu herausfordernd.“

Im Oktober 2019 eröffnete die gelernte Köchin das Restaurant, in dem „feine deutsche Küche“ serviert wurde. „Viele Balver freuten sich damals sehr, als das Restaurant nach Jahren des Leerstands und mehreren Anläufen neu eröffnete. Ich bedanke mich sehr bei allen Gästen für ihre Aufgeschlossenheit und das gemeinsame Teilen der Leidenschaft für gutes Essen und Gastfreundschaft“, spricht die Gastronomin ihnen ihren Dank aus. „Es war eine Freude, unseren Gästen hochwertige Gerichte in einem – dank des Gewölbes – einzigartigem Ambiente anzubieten.“

Eigentümer Matthias Camminady sucht bereits nach einem neuen Pächter

Eigentümer Matthias Camminady, dem neben dem „Drostenkeller“ auch das dazugehörige Drostenhaus gehört, sagte zur Schließung des Restaurants auf Anfrage: „Ich bin bereits auf der Suche nach einem neuen Pächter oder Pächterehepaar und habe einen Makler damit beauftragt.“

Das Drostenhaus wurde um 1600 erbaut und befand sich mehrere Generationen lang im Besitz der Lansbergschen Familie. Danach war es Verwaltungssitz eines Drosten und beherbergte später den Sitz des Landrats aus dem Kreis Iserlohn. Im Juli 1977 wurde das Drostenhaus dann an die Immobilienverwaltung „Planbau“ aus Balve verkauft.

Viel Geld und Zeit flossen in Sanierung des Drostenhauses

Viel Geld und vor allem Zeit, genauer gesagt insgesamt acht Jahre, wurden in die Sanierung investiert. Auch der Ausbau des „Drostenkellers“ gehörte dazu. Zum Drostenhaus gehören nach wie vor auch eine physiotherapeutische Praxis, Wohnungen und das Domizil des Männerchores 1874 Balve unter dem Dach. Die „Planbau“ wollte das Drostenhaus mit dem 1300 Quadratmeter großen Grundstück im Jahr 2018 an die Stadt Balve verkaufen, doch die Preisvorstellungen der Stadt lagen unter denen der Verkäuferin. Letztendlich kaufte Matthias Camminady im August 2018 das Haus samt Grundstück.

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