Drostenkeller: Darum bleibt das Traditionslokal nach Sanierung weiter geschlossen

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Besonderes Flair herrscht im Drostenkeller. Der Gewölbekeller mit aufwendigen Wandgemälden steht für urige Gemütlichkeit.

Balve - Es sitzt sich gut im Drostenkeller. Doch ein Bier fließt noch nicht aus dem Zapfhahn, bei dem sich die Atmosphäre im vom Boden bis zur Decke kernsanierten Traditionslokal noch besser genießen lassen würde.

„Ich habe noch keinen Pächter gefunden“, bedauert Matthias Camminady, Eigentümer des Drostenhauses samt Lokal. 

Fünf Interessenten gab es zwar seit der Fertigstellung des Lokals im Januar. Sie haben sich bei Camminady auch vorgestellt. „Aus dem Balver Land, aber auch aus Hannover“, sagt der Eigentümer. Doch bislang war nicht der richtige neue Pächter dabei. „Mir war von vornherein klar, dass es schwer wird, Qualität und ein vernünftiges Konzept in Einklang zu bringen.“ Dem Hauseigentümer ist wichtig: „Ich möchte einen guten Wirt mit einer guten Küche für lange Zeit haben.“ Um einen solchen zu finden, nimmt er sich Zeit. 

Binnen zwölf Wochen alles erledigt

Anders hingegen bei der Sanierung, wo er richtig Gas gab. Etwa zwölf Wochen haben heimische Betriebe daran gearbeitet, die 240 Quadratmeter Drostenkeller in neues Licht zu setzen. Neben der Beleuchtung wurden auch die Heizung auf Gasbetrieb umgestellt, Fenster, Türen und Toilettenanlagen erneuert, ein Behinderten-WC eingebaut, die Theke aufgearbeitet, ein neuer Fliesenboden verlegt und die alten Wandgemälde aufgefrischt. „Hier wurde viel Herzblut reingesteckt“, betont Camminady. Die Sanierung ließ er sich nach eigenen Angaben eine sechsstellige Summe kosten. 

Historie zum Bier und Essen: An den Wänden des Drostenkellers sind zahlreiche Episoden der Balver Geschichte zu sehen, hier der Amtsdrosten-Zug.

Dabei überließ er dann auch nichts dem Zufall – der Farbton für die Theke stand erst nach 20 Probeanstrichen fest. Und auf diesen Farbton wurde dann auch die Beleuchtung abgestimmt. 

Fehlt nur noch ein Betreiber: „Ich hoffe, einen guten Pächter zu finden, damit die Balver wieder viel Spaß und Freude in ihrem Drostenkeller haben“, wünscht sich der Eigentümer. Vermarktet wird das brauereiunabhängige Lokal derzeit für 950 Euro Pacht im Monat.

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