Kultureller Allrounder Theodor Pröpper

Die Ehrengäste bei der Pröpper-Veranstaltung.

Balve – Die Sicht geweitet auf das Leben von Theodor Pröpper (1896 bis 1979) wurde beim Festakt am Samstag. „Ein geschichtsträchtiger Tag für die Stadt Balve“, betonte Bürgermeister Hubertus Mühling vor 100 Teilnehmern in der St. Blasius-Kirche.

Das Werk dieses „kulturellen Allrounders“ (Heimatforscher Dr. Wolf Kalipp in seinem Festvortrag), wurde seit 2014 zum dritten Mal gewürdigt: in diesem und dem darauffolgenden Jahr mit einer Hommage, dieses Mal mit einer Würdigung anlässlich seines 40. Todestages. Festredner Dr. Wolf Kalipp stand auch dieses Mal wieder am Mikrofon; diesmal ging er auf das „vielseitige Können und unbedingte Müssen“ Pröppers ein. 

In Hoch- und Plattdeutsch brachte dieser seine Gedanken zu Papier, und dies in seinen Spezialgebieten Geschichte, Musik und Literatur. „Er war ein Verteidiger des Begriffes Heimat“, blickte Dr. Kalipp auf das Gesamtwerk, das etwa 240 Aufsätze, Vorträge und Abhandlungen, 35 Bücher, Broschüren und Manuskripte, 15 geistliche und weltliche Kompositionen und etwa 60 kirchliche Werke umfasst. 

Den Pröpper-Humor vermittelte der Neuenrader Klaus-Peter Sasse mit einem Auszug aus „Die Menschen aus Talfeld“, die Musik brachte der Männerchor 1874 Balve mit zwei Liedvorträgen dar sowie Maximilian Wolf an der Stockmann-Orgel. Auf dieser hat Theodor Pröpper 55 Jahre lang die Messfeiern mitgestaltet. Drei seiner Choralvorspiele erklangen und eine von Maximilian Wolf erstellte Improvisation zum „Balver Lied“. Mit diesem gemeinsam gesungenen Lied endete auch der Festakt. 

Dank dafür ging von Moderator und Heimwacht-Mitglied Ludger Terbrüggen an den Pfarrarchivpfleger Rudolf Rath, von dem die Initiative für die Würdigung Pröppers in diesem Rahmen kam. Zusammen mit der Stadt Balve und der Heimwacht wurde diese Veranstaltung initiiert. 

Zu der gehörte auch, dass Korrespondenz Pröppers aus den Jahren von 1914 bis 1978 weitergereicht wurde. Rudolf Rath übergab diese an den Diözesan-Cäcilienverband im Erzbistum Paderborn, für den Monsignore Bernhard Schröder diesen Schatz entgegen nahm, aber auch an den Westfälischen Heimatbund (Michael Pavlicic) und den Sauerländer Heimatbund (Elmar Reuter). Für all diese Institutionen war Pröpper tätig gewesen, so dass diese nun an diesem Ehrentag davon profitieren sollten. 

„Vielen Dank für das Vertrauen“, freuten sich die Beschenkten. Man trifft sich wieder in zwei Jahren, um wieder in Balve über Theodor Pröpper zu sprechen: Elmar Reuter wies auf die Ausrichtung der 100-Jahr-Feier des Sauerländer Heimatbundes hin. Diesen hat Pröpper 1950 neu mitbegründet.

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