Dritte Bauphase in der evangelischen Kirche

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Die Architekten und Pfarrer Christian Weber präsentieren verschiedene mögliche Farben für die Kirchenbänke.

Balve - „Jetzt wird es aber auch Zeit, dass die Arbeiten beginnen“, will Pfarrer Christian Weber von der evangelische Kirchengemeinde die Innenrenovierung des Gotteshauses so bald wie möglich voranbringen.

Nach dem Einbau der neuen Fenster 2012 und dem Außenanstrich 2013 soll ab Sommer die Renovierung des Innenraums durchgeführt werden. Die Pläne dazu stellten jetzt die Architekten Hedda Vorwohlt-Harendza und Ifeanyi Igwe von einem Hagener Planungsbüro vor.

Der Einbau einer neuen Heizung steht dabei an erster Stelle. Die jetzige Unterbankheizung aus den 70er-Jahren soll gegen eine moderne Anlage, bei der die Wärme aus Heizkörpern an den Wänden kommt, ersetzt werden. „Wir müssen die Elektrik erneuern“, stellte Pfarrer Weber einen weiteren der vier Schwerpunkte vor. „Die jetzige Anlage ist nicht mehr zu verantworten.“ Teilweise noch über Putz gelegt, wurde die elektrische Versorgung überwiegend so gelassen, wie sie während der Bauzeit des Gotteshauses um 1930 vorgenommen wurde. Passiert sei bis auf so manches Herausfliegen der Sicherung aber bisher noch nichts Gravierendes, so der Geistliche.

„Weg von der Wohnzimmeratmosphäre der 70er-Jahre mit viel Holz“, soll nach den Vorstellungen der Architekten die Neugestaltung des Kirchenraums stattfinden. Das Holz soll verschwinden, um den Raum größer und heller wirken zu lassen. Anders soll auch der Altarraum gestaltet werden, in dem das Fenster vom Künstler neu in Fassung gebracht werden soll. Vorwohlt-Harendza: „Es soll nach unten vergrößert werden.“

Zudem soll das Podest im Chorraum mit Natursteinen verlängert werden. Dort soll dann am Ende der geschätzten sechsmonatigen Renovierungsphase die in die alte Küsterwohnung ausgelagerte und überholte Orgel neu aufgestellt werden.

Erhalten bleiben die in den 50er-Jahren angeschafften 22 Kirchenbänke. Allerdings werden sie gekürzt, abgeschliffen und geölt. Damit einher geht auch die Neugestaltung des Fußbodens. Pfarrer Weber: „Das Parkett soll abgeschliffen werden, die Natursteine im Mittelgang werden erneuert.“ Igwe ergänzt: „Auch die Barrierfreiheit wird berücksichtigt.“

Zu den Gesamtkosten wollten weder Pfarrer Weber noch die Bauplaner Angaben machen. Der Pfarrer betonte: „Uns steht eine Baurücklage als Grundstock zur Verfügung und der Förderverein unterstützt den Umbau. Es wird mit dem Kreiskirchenamt Iserlohn die Finanzlage ausgelotet. Und sonst sind wir auf Spenden angewiesen.“ Eine Sammeldose in Form der Kirche steht aus diesem Grunde am Eingang bereit.

In Augen Webers werde das Gotteshaus mit dem Umbau zukunftsfähig gemacht. Deshalb sollen auch eine Projektionsfläche und ein Beamer eingebaut werden. Der Pfarrer erklärt: „Die sakrale Atmosphäre wird durch die moderne, freundlichere und hellere Ausgestaltung stärker betont.“ Zum Zuge sollen dabei heimische Handwerker kommen. Diese können sich in den nächsten beiden Wochen im Gemeindebüro bei Gemeindesekretärin Frauke Hamer bewerben.

Die Entwurfpläne liegen in der Kirche aus, im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag, 25. Mai, ab 10 Uhr, finde eine Gemeindeversammlung statt, in der der Umbau thematisiert werde. Dann werden auch die beiden Architekten vor Ort sein. Pfarrer Weber: „Jeder darf Vorschläge einbringen, über die das Presbyterium entscheidet.“ Am 31. Mai findet dann der vorerst letzte Gottesdienst in der Kirche statt.

Von Julius Kolossa

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