Dreifach „Hittemäh“ für Volkringhausen

„Galaktisch gut“ hieß das Motto der Karnevalssitzung in Volkringhausen, zu der mehr als 200 Besucher gekommen waren.

VOLKRINGHAUSEN ▪ „Galaktisch gut“ hieß das Motto der Karnevalssitzung in Volkringhausen am Samstag – und so war die Stimmung auch von Anfang an. Von Julius Kolossa

Viele „Raketen“ wurden für die Darbietungen der Akteure in diesem kreativen Programm im Jahr des 25-jährigen Bestehens des Karnevalclubs Volkringhausen (KCV) losgelassen, und natürlich dreifache „Hittemäh“-Rufe. Ein großer Teil der mehr als 200 Besucher war dem Thema des Abends entsprechend verkleidet, so dass sich mit der Dekoration der Schützenhalle ein einheitliches Bild bot.

Bilder sehen Sie hier:

Raketen beim Karneval in der Schützenhalle

Moderatorin Birgit Plesniak nahm das Publikum mit auf eine außerirdische Reise mit viel Tanz, Musik und Humor. Reichlich Arbeit hatte dafür der Karnevalsclub als Ausrichter vorab investiert – und das hatte sich gelohnt, wie sich an den Reaktionen der Narren für die mehr als 30 Akteure zeigte.

Eingestimmt wurden sie von der Tanzgarde mit einem Gardetanz, weiter ging es mit „Schlupp“, einem Außerirdischen, der den Dorftratsch einiger Frauen belauschte.

Handwerk hat goldenen Boden, und auf diesem landet so mancher Handwerker von Zeit zu Zeit hart, wie „Monakira“ in ihrer Rolle als „Willi“ darstellte. Pinsel, Farbe und Kleister sind nicht immer einfach zu bändigen, und es zahlt sich aus, wenn der Nagel richtig herum eingeschlagen wird. In humorvollen Reimen schilderte sie das harte Leben eines Hobby-Handwerkers. Viele Lacher, immer wieder Zwischenapplaus, „Hittemäh“ und eine „Rakete“ nahm sie mit.

Zum fünften Mal waren wieder Thomas und Dominik Dodt in ihren Paraderollen als „Heinz und Erhardt“ mit dabei. Sie brauchten dafür nur zwei dunkle Anzüge, Brillen und die Sprechweise des großartigen Humoristen Heinz Erhardt, um diesen lebendig werden zu lassen. Ein Genuss waren ihre Wortwechsel, aber auch die Darbietungen aus dem reichhaltigen Schaffenswerk von Erhardt – nur nach Zugabe duften sie von der Bühne.

Wie die „Mädels vom KCV“ die Gesundheitsreform umsetzen, das zeigten sie in einer eindrucksvollen Aufführung: auf Kommando eine Pfanne füllen, wonach für die Säuberung drei Blätter Toilettenpapier ausgegeben wurden, und zwar für alle zusammen. Auch die Handreinigung und das Zähneputzen sowie das Mündausspülen wurde abenteuerlich dargestellt.

Alle Augen waren auf die Tanzgarde bei ihrem Showtanz mit ausgefallenen Kostümen und ausgefeilter Choreographie gerichtet; ein weiterer Höhepunkt waren die „Dream Boys“ mit ihrem Tanz als Strichmännchen. In Dunkelheit kamen sie mit ihren Anzügen, auf denen Leuchtstreifen angebracht waren, richtig zur Geltung.

Von der Bühne mit einer Polonäse durch den ganzen Saal bis zur Tanzfläche wurde nach dem Finale der inoffizielle Teil eröffnet. Thomas Weber trug dazu bei, dass die Jecken in Volkringhausen bis in die frühen Morgenstunden tanzten und viel Spaß beim Feiern hatten.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare