Drei Menschen vermisst

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Die Wasserversorgung der Feuerwehr auf dem Hof Lecke stand im Mittelpunkt der Übung. Natürlich zogen die Brandbekämpfer während und nach der Übung Bilanz.

Volkringhausen -  Dichter Rauch steigt über dem Hof Lecke in Volkringhausen auf. Die Brandbekämpfer aus Beckum, Volkringhausen und Eisborn müssen nicht nur vermisste Personen suchen und eventuell aus den Flammen retten, sondern stehen auch bezüglich der Wasserversorgung vor einer Herausforderung.

Zum Glück handelte es sich am Montagabend nur um eine Übung, bei der die schwierige Wasserversorgung für die Feuerwehrkräfte im Mittelpunkt stand. Die Hönne ist rund 800 Meter von dem Anwesen entfernt. Einsatzleiter Christian Boike erklärte: „Mit der herkömmlichen Hausleitung können wir nichts ausrichten.“

Deshalb wurde für diese Übung das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Menden, Löschgruppe Stadtmitte, einbezogen. „4600 Liter Wasser stehen darin zur Verfügung“, sagte Christian Boike. Mit dieser Menge könne das Löschwasser in den stadteigenen Balver Fahrzeugen ergänzt werden, von denen das größte maximal 2400 Liter fasst. „Würde es tatsächlich brennen, würden wir einen Pendelverkehr der Löschfahrzeuge einrichten“, erklärte der Einsatzleiter.

Auf dem Hof Lecke an der Peripherie in Volkringhausen übten die 45 Wehrleute zum ersten Mal den Ernstfall. „Wir wollen wissen, wie wir im Ernstfall reagieren können,“ beschrieb Boike. Dazu gehöre vor allem das Rangieren auf dem Gelände des Hofes, denn viel Platz war für die sechs Feuerwehrfahrzeuge nicht vorhanden. Es galt, jeden Zentimeter auszunutzen, vor allem, um den Löschangriff ohne Pause durchführen zu können: „Ohne zügiges An- und Abfahren der Löschfahrzeuge würden wir hier nichts ausrichten können,“ stellte der Einsatzleiter fest.

Natürlich wurden die bei der Übung gewonnenen Erkenntnisse schriftlich festgehalten. Auch die Rettung der vermissten Personen wurde protokolliert, nachdem – so das Szenario – es bei Schweißarbeiten zu einer Verpuffung gekommen war. Unter Atemschutz drangen die Kameraden in das vernebelte Stallgebäude vor, um die drei Vermissten zu retten. An anderer Stelle nahmen die Einsatzkräfte derweil einen Löschangriff vor.

Abgeschlossen wurde der etwa eineinhalbstündige Übungsabend offiziell mit dem Einsatz des Hochleistungslüfters. Anschließend kamen alle Helfer zusammen, um über Details des Einsatzes zu sprechen.

Von Julius Kolossa

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