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„Immer wohlgefühlt“: Schulleiterin nach zwölf Jahren verabschiedet

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Von: Julius Kolossa

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Der letzte Schultag vor den Ferien war für Dorothe Gastreich-Kneer zugleich auch der letzte Arbeitstag: Sie geht vorzeitig in den Ruhestand. Ihre Entlassurkunde aus dem Schuldienst bekam sie von Till Hübscher überreicht.
Der letzte Schultag vor den Ferien war für Dorothe Gastreich-Kneer zugleich auch der letzte Arbeitstag: Sie geht vorzeitig in den Ruhestand. Ihre Entlassurkunde aus dem Schuldienst bekam sie von Till Hübscher überreicht. © Kolossa, Julius

„Alles Gute für diese Schule. Und alles Gute für die Zukunft!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Dorothe Gastreich-Kneer am Freitag von der Garbecker Grundschule, der sie zwölf Jahre als Schulleiterin vorstand.

Balve - Damit gingen insgesamt 38 Berufsjahre für die Pädagogin zu Ende, die an der Uni Bonn Grundschullehramt studiert hatte. „Mein Referendariat habe ich in Bielefeld gemacht, meine erste Stelle war danach in Leichlingen im Rheinisch-Bergischen-Kreis“, erzählte sie im Gespräch mit der Redaktion ihren Werdegang. „Und dann kam ich zur Neuenrader Grundschule. Letzte Station war für mich dann vor 20 Jahren die Grundschule hier in Garbeck.“

An dieser habe sie sich immer wohlgefühlt. Der letzte Schultag vor den Sommerferien war am Freitag zugleich auch ihr letzter Arbeitstag, an dem sich Schüler, Lehrerkollegium und Schulträger von ihr verabschiedeten. Die Bläserklasse brachte ihr ein Konzert, die Viertklässler sangen ihr ein Lied, ebenso die Maxi-Kinder des Garbecker Kindergartens. „Was sagt man an seinem letzten Schultag?“, fragte Dorothe Gastreich-Kneer an sich selbst gerichtet in die große Runde – um dann zunächst mit einem Dank an den Schulrat und den Schulträger, aber auch an die Schulleiterinnen aus Balve und Beckum zu starten.

Mit Blick auf den Standort Garbeck sagte sie: „Ein ganzes Dorf zieht bei dieser Schule an seinem Strang – alle helfen mit, die Kinder zu erziehen.“ Sie lobte: „Ein solcher Einsatz für das schulische Gelingen der Mädchen und Jungen ist nicht selbstverständlich.“ Dabei bezog sie auch ihr Kollegium mit ein: „Behaltet Euch den Humor und die Besonnenheit.“

Nach den Sommerferien wird die Katholische Grundschule Drei Könige zunächst kommissarisch von Silke Bathe geleitet, die Stelle von der Bezirksregierung ausgeschrieben. Auf diese will sich Bathe dann auch offiziell bewerben. „Mit Ihnen als Nachfolgerin wurde eine gute Lösung gefunden“, sagte Till Hübscher, Schulaufsicht des Märkischen Kreises. Bathe war erst im vergangenen Jahr zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt worden (wir berichteten).

„Wir haben versucht, sie noch ein Jahr länger zu halten. Aber leider vergebens“, sagte Till Hübscher, als er Dorothe Gastreich-Kneer ihre Entlassurkunde aus dem Schuldienst überreichte. Aber Gastreich-Kneer wolle schon jetzt in den Ruhestand gehen.

Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) fand zum Abschied lobende Worte: „Du bist Lehrerin mit Leidenschaft gewesen. Es ist Dein Verdienst, dass diese Schule wieder in sehr gutem Licht steht und ein hohes Ansehen genießt.“ Lobende Worte gab es auch von Alexandra Schule, der Vorsitzenden des schuleigenen Fördervereins: „Danke für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.“

Für die Schule und das Kollegium sprach Silke Bathe. Sie wusste: „Im November 2010 hast Du die Aufgaben der Schulleitung zunächst kommissarisch übernommen. Man kann sagen, Du hast in der damaligen Situation wieder Ruhe und Frieden in die Schule gebracht.“ Diese Grundschule sei mit Gastreich-Kneer wieder in ruhiges Fahrwasser gelenkt worden, sie habe „die Schule wieder harmonisch in das Dorf eingebettet.“ Das Wichtigste für Dorothe Gastreich-Kneer seien aber immer die menschlichen Beziehungen gewesen, der Umgang mit den Kindern, mit den Eltern und dem Kollegium. Und: „Die Kinder lagen Dir jeden einzelnen Moment am Herzen.“

Und diese Kinder versüßten Gastreich-Kneer den Abschied mit vielen Geschenken. Für die nun ehemalige Schulleiterin beginnt jetzt einr neuer Lebensabschnitt. Ihre Freizeit will sie unter anderem mit Wanderungen und Reisen füllen.

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