Birken ein Sicherheitsrisiko für Mellener Spielplatz

Bianca Bücker stellte Pläne für Tretbecken vor. - Foto: Kolossa

Mellen - Die erste Mellener Dorfversammlung dieses Jahres war zugleich die erste, die von Ortsvorsteher Marco Voge geleitet wurde. Im „Landmarkt“ wurde zwei Stunden über Projekte wie Spielplatz, Tretbecken und auch Birken diskutiert.

In dieser Zeit war alles gesagt worden, auch, weil der Referent des Abends, Lars Ole Daub, seinen Vortrag über „Dorf ist Energie(klug)“ krankheitsbedingt absagen musste.

Dafür sei dieser bei der nächsten Dorfversammlung am 26. Mai um 19 Uhr dabei, berichtete Marco Voge. Für ihn seien die vergangenen Wochen nach seiner Amtseinführung sehr spannend gewesen, blickte er zurück. Dazu gehörte auch das ihm zugesagte „Willkommensgeschenk“ mit der Aussichtsplattform, wie er mit einem Schmunzeln feststellte. Entstanden sei die Idee dafür bereits im Sommer 2014, die 4500 Euro dafür waren auch Thema in jener Dezember-Ratssitzung, in der er zum Ortsvorsteher gewählt worden war. Auch das weitere Vorgehen mit dieser Plattform interessierte die Dorfkonferenz-Teilnehmer. Versicherungsrechtlich sei, so Voge, alles mit der Stadt am vorgesehenen Standort oberhalb des Friedhofs geklärt.

Ein weiteres Thema des Treffens war der Zustand des Spielplatzes. Die Birken seien ein Sicherheitsrisiko geworden, die Bänke bedürften einer Restaurierung und auch durch andere Spielgeräte solle das Erscheinungsbild aufpoliert werden. Zusammen mit jungen Eltern will Marco Voge die Neugestaltung vornehmen; gesichert hat sich das Golddorf bereits einige Spielgeräte an der Luisenhütte. Der Spielplatz an dieser Stelle wird ab Ostern erneuert. In Mellen sollen die Birken weichen und Platz für Kugelahorn machen. Diese Zusage wurde bereits vom Bauhof gemacht. Außerdem soll ein neuer Zaun mit selbstschließendem Tor installiert werden, und Holzschilder an der Straße sollen auf spielende Kinder aufmerksam machen. Einen Spielplatz, der seinem Namen gerecht wird, möchte Voge wieder sehen, und kein „öffentliches Katzenklo“, wie er den Zustand des jetzigen Sandkastens beschrieb.

Möglichst schnell sollen die 23 Birken entlang des Weges zum Friedhof gefällt werden. Der Blintroper Unternehmer Jürgen Bongard will die Bäume fällen, die Äste hächseln und mitnehmen, das Stammholz aber den Mellenern zur Selbstvermarktung überlassen. In diesem Zusammenhang sollen auch die Spielplatz-Birken weichen. Grünes Licht dafür gab es bereits aus dem Rathaus. Der Erlös aus dem Verkauf soll der Dorfkasse zu Gute kommen.

Auf einhellige Zustimmung stießen die von Bianca Bücker ausgearbeiteten Pläne zur Umgestaltung des Tretbeckens zum Barfußpfad. 50 Meter lang ist der Weg, der mit Splitt, Gummi, Schotter, Rasen, Pflastersteinen, abgesägten Stämmen, Hydrokultur und Kieseln als Bodenbelägen auch über eine Holzbrücke führt. So schnell wie möglich soll die Realisierung erfolgen, eventuell könne bereits das Geld aus dem Holzverkauf zur Finanzierung beitragen, so die Meinung an diesem Abend.

„Wir können nicht alles klinisch rein machen!“, betonte Helmut Schäfer, Geschäftsführender Vorsitzender vom Kirchenvorstand, der sich gegen die Fällung einiger Bäume auf dem Friedhof aussprach. Einige Bürger hätten sich über den dadurch verursachten Dreck beklagt und eine Fällung bei ihm beantragt. Im Rahmen der Dorfversammlung – weil die Bäume auch Dorfsache seien – sprach er dieses Thema an. Der Ortsvorsteher ließ darüber abstimmen. Einstimmig entschied die Versammlung, die Bäume stehen zu lassen.

Und dann gab es noch Informationen aus erster Hand, denn Marco Voge wies auf Bauarbeiten um Ostern herum an der Sorpestraße in Richtung Sorpe wegen der Erneuerung des Abwasserkanals hin. Darüber hinaus erklärte er, dass die Aktion Saubere Landschaft am 28. März ab 10 Uhr stattfinde. Zudem wolle er alle ihm gemeldeten Schlaglöcher im Rathaus melden. Die Stadt werde dann die Straßen erfassen und mit den Ausbesserungsarbeiten beginnen, teilte er das vorab mit Bürgermeister Hubertus Mühling besprochene Vorgehen mit.

Danke sagte er dem Arbeitskreis Martinsmarkt, für den Marga Drees über die vergangene 19. Veranstaltung berichtete. Es sei lobenswert, sagte Voge, was ehrenamtlich in diesem Dorf geleistet werde, um dann in jedem Jahr um die 6000 Besucher anzulocken. Für den diesjährigen 20. Martinsmarkt am 8. November hätte sich der Arbeitskreis etwas ganz Besonderes einfallen lassen, machte Marga Drees neugierig. Mehr wollte sie aber noch nicht verraten. Der Markt im vergangenen Jahr sei vom Wetter bis zum Ablauf bestens gewesen. Nichts ändern können die Mellener aber an der begrenzten Parkplatz-Situation, wusste Otmar Hermanns, Arbeitskreis-Mitglied. Immer wieder werde es daher Engpässe geben. Auf einem guten Wege, diese so weit wie möglich zu reduzieren, sei die Dorfgemeinschaft mit der weiteren Verpflichtung der Feuerwehr aus Amecke als Parkplatzwächter. Gut angenommen wurde auch der Bürgerbus, der zum ersten Mal im Pendelverkehr eingesetzt worden war.

Weil es in Mellen zwei Kneipen gibt und beide gleichermaßen unterstützt werden sollen, finden jeweils zwei der vier jährlichen Dorfversammlungen im „Landmarkt“ und „Rumland“ statt. Für die nächste am 26. Mai um 19 Uhr wurde bereits im „Landmarkt“ reserviert.

Von Julius Kolossa

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