Dorfplakette für das Ehepaar Schwartpaul

Das Ehepaar Hermann und Anne Schwartpaul (Mitte) bekam gestern die Dorfplakette Garbecks für ihre ehrenamtlichen Dienste zum Gemeinwohl Garbecks überreicht. ▪

GARBECK ▪ Die Garbecker Schützenbruderschaft und die katholische Pfarrgemeinde Garbeck hatten für gestern zum traditionellen Dreikönigsfest eingeladen – zahlreiche Garbecker folgten der Einladung zunächst in die Kirche, wo ein feierliches Festhochamt auf die Besonderheit des Tages einstimmte.

Angeführt von drei Sternsingern und dem Musikverein Amicitia Garbeck unter der Leitung von Martin Theile zogen Garbecker Vereinsvertreter sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft im Anschluss in die Schützenhalle.

Dort kamen die Verantwortlichen des Patronatsfestes zum zweiten wichtigen Punkt des Tages – der Verleihung der Dorfplakette. „Wie Sie alle wissen, wollen wir mit dieser Ehrung Danke sagen für den tatkräftigen und oft nicht selbstverständlichen Einsatz zum Wohle unseres Dorfes“, sagte Brudermeister Bernward Lösse. „Genau dann aktiv zu werden und die eigene Zeit zur Verbesserung einzusetzen, von diesen Menschen braucht ein gesundes Dorfleben einige, und Garbeck könnte davon ruhig noch einige mehr gebrauchen“, so der Brudermeister. Zwei, die sich in der Vergangenheit jedoch besonders für das Allgemeinwohl Garbecks engagiert haben, hob Lösse als positives Beispiel hervor: Anne und Hermann Schwartpaul. Dass mit der Vergabe der Dorfplakette an das Paar eine gute Wahl getroffen wurde, zeigte auch der lang anhaltende Applaus der Gäste in der Schützenhalle.

Die Empfänger der Garbecker Dorfplakette

Lösse fasste das Engagement der beiden Geehrten zusammen. Hermann Schwartpaul mähte und fegte auf dem Friedhof und rund um die Kirche, so, wie es gerade erforderlich war. Er verpflegte jahrelang die Feuerwehrkameraden während der Übungen mit Getränken und sorgte mit seiner Frau Anne für ein stets ordentliches Erscheinungsbild des Gerätehauses. Anne Schwartpaul unterstützte Magda Lösse in ihrer Tätigkeit als Küsterin, als diese allmählich älter wurde. „Wenn Pfarrer Kramer eine Themenpredigt zu einem ganz speziellen Blumenarrangement halten wollte, zeigte er Anne ein Foto, und sie zauberte dann das Arrangement“, weiß Bernward Lösse. Dies habe allerdings nur funktioniert, weil Hermann die „Zutaten“ dafür manchmal sogar in Feld und Wald gesammelt habe. Ähnliches beim Adventsbasar: Hermann habe passgenau grüne Zweige besorgt, die Anne und weitere Damen dann zu Kränzen und Gestecken verarbeiteten.

Des Weiteren leiste Hermann in der Schützenhalle als Hallenwart ein Mehrfaches an Arbeit, als er vergütet bekomme, so Bernward Lösse. Unterstützung bekommt er von seiner Frau Anne, die beim Putzen, Geschirrspülen und -sortieren, bei der Vergabe der Hallennutzungstermine, bei Anlieferungen oder Schlüsselübergaben behilflich ist.

Außerdem war Anne Schwartpaul im Pfarrgemeinderat aktiv – beim Auf- und Abbau sowie der Durchführung von Pfarrfesten stand das Paar zu Diensten. Und: „Bei der Aktion ‚Saubere Landschaft‘ hat immer wieder Hermann die Räume für die Helfer zur wohlverdienten Mittagssuppe vorbereitet“, führte Bernward Lösse die Liste des Engagements weiter. Doch damit noch nicht genug – auch am Ehrenmal sorgt Hermann Schwartpaul seit vielen Jahren dafür, dass die Fahnen am Volkstrauertag und anderen Anlässen im Wind wehen. Und wenn die Kränze nach sechs Wochen dann traurig aussehen, werden sie vom Ehrenamtler auch wieder entsorgt.

„Wir können euren Einsatz während der ganzen Jahre für unser Dorf nicht vergüten. Ich möchte euch aber einfach nur Danke sagen“, schloss Bernward Lösse seine Laudation auf das geehrte Paar. ▪ sr

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