Dorfentwicklungskonzept: Bürger haben viele Wünsche

Viele Garbecker und Langenholthausener waren am Dienstag nach Garbeck gekommen, um Wünsche und Anregungen bezüglich der Zukunft ihrer Dörfer zu äußern. -  Foto: Kolossa

GARBECK/LANGENHOLTHAUSEN -   Zahlreiche Ideen und Wünsche formulierten die Langenholthausener und Garbecker im Rahmen der Ideensammlung für das Dorfentwicklungskonzept am Dienstag in Garbeck.

Die Lanholthausener waren sich einig, dass Anreize für Neubürger geschaffen werden müssen. Zudem wünschen sie sich einen Radweg rund um ihr Dorf und zur Sorpe. Sie sahen weitere Priorität in der Erhaltung ihres Wasserverbandes. Auch formulierten sie, dass endlich eine schnelle Internetleitung geschaffen werden müsse. Ein Kreisverkehr an der Kreuzung B 229 und der Erhalt der Dorfmitte mit einem Konzept zur Nutzung des Schulgebäudes stand ebenfalls auf der Liste der 25 Langenholthausener, die zur Auftaktveranstaltung der Bürgerforen am Dienstag nach Garbeck gekommen waren.

Die Resonanz der Garbecker war deutlich größer. 120 Einwohner waren gekommen, um ihre Wünsche zu äußern. Ihnen lag für die Zukunft ihres Dorfes der öffentliche Personennahverkehr, die Erhaltung der Bildungsangebote und auch ein auf ältere Bewohner ausgerichtetes Wohnumfeld am Herzen.

In drei Arbeitsgruppen tagten die Gastgeber. Sie gaben dem mit dem Dorfentwicklungskonzept beauftragten Büro auch mit auf den Weg, dass ihnen die Gestaltung der Dorfmitte wichtig ist. So sprachen sie sich beispielsweise für einen Biergarten oder einen offenen Treff für Jugendliche aus. Auch der Zustand der K11 soll nach Meinung der Garbecker verbessert werden. Ein Radweg nach Balve und nach Neuenrade, die Sicherstellung der Nahversorgung und auch die Erhaltung der älteren Immobilien erscheint den Menschen aus Garbeck wichtig, damit ihr Dorf auch in 20 Jahren noch lebenswert ist. Alle Ergebnisse werden in zwei Wochen unter www.balve.de eingestellt. Dann können die Dorfbewohner weitere Vorschläge machen.

Angeregt diskutierten die Teilnehmer in den vier Arbeitsgruppen im Pfarrheim. Somit ging die Rechnung der Organisatoren auf, gemeinsam die Zukunft mit möglichst vielen Aktiven zu gestalten. Die Verantwortlichen hatten mit 100 Teilnehmern gerechnet. Dass weitere Stühle aufgestellt werden mussten, freute die Initiatoren. Bürgermeister Hubertus Mühling erläuterte die Gründe für die Notwendigkeit eines Dorfentwicklungskonzeptes. Dieses ist auf das Jahr 2030 abgestellt. In dem Konzept sollen wirtschaftliche und soziale Veränderungen, ganz besonders aber der demografische Wandel berücksichtigen.

Planungsbüro und Stadt wissen nun, was Garbecker und Langenholthausener wollen und sich für ihr Dorf wünschen. Gestern fassten die Balver ihre Anliegen zusammen. Heute um 19 Uhr treffen sich in der Beckumer Schützenhalle die Bürger aus Beckum, Mellen, Eisborn und Volkringhausen.

Von Julius Kolossa

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